Steudel, Annette:
 

Der Midrasch zur Eschatologie aus der Qumrangemeinde (4QMidrEschata.b)
 

Studies On The Texts Of The Desert Of Judah, Vol. 13
 

E.J. Brill Verlag, Leiden, 1994
ISBN 90-04-09763-5
235 Seiten, gebunden
 
 
 
 

Persönliche Bewertung und Kritik:
Für Profis - Empfehlung: noch nicht möglich

Klappentext:
"Gegenstand dieser Untersuchung ist einer der ältesten Midraschim überhaupt, nämlich der 4QMidrasch zur Eschatologie (4QMidrEschat). Dieses bislang unbekannte Werk ist durch mindestens zwei Handschriften aus den Qumranfunden (4QFlorilegium, 4QCatena A) repräsentiert.
Der erste Teil dieses Buches beinhaltet die materielle und textliche Rekonstruktion der beiden Handschriften 4QFlorilegium und 4QCatena A. In einem zweiten Teil erweist eine vergleichende Analyse beide als Kopien eines ursprünglich gleiches Werkes, 4QMidrEschat. Der dritte Teil bietet eine formale Untersuchung der übrigen exegetischen Qumranliteratur, die Gattungsbestimmung, traditionsgeschichtliche Einordnung und Datierung von 4QMidrEschat.
4QMidrEschat liefert wertvolle Informationen über Schriftinterpretation und Eschatologie der essenischen Bewegung im ersten vorchristlichen Jahrhundert. Da die neuere Forschung die Essener nicht mehr als eine Randerscheinung oder 'Sekte' qualifiziert, sondern als eine der bedeutendsten Gruppierungen des Judentums der damaligen Zeit, erhält das Werk 4QMidrEschat seine besondere Bedeutung."
 
 

Inhalt (Zusammenfassung):

Vorwort
Abkürzungsverzeichnis und Zeichenerklärung
Einführung

TEIL I
DER BEFUND DER HANDSCHRIFTEN 4Q174 UND 4Q177

1. 4Q174 4QMidrEschata ("Florilegium")
    1.1. Die Edition, materielle Beschreibung der Handschrift und der Forschungsstand
    1.2. Materielle Rekonstruktion der Schriftrolle
    1.3. Der Textbestand von 4Q174
    1.4. Übersetzung des rekonstruierten Textes
    1.5. Erläuterungen zu Text und Übersetzung
    Exkurs: 4Q463 - Weitere "Florilegium"-Fragmente?

2. 4Q177 4QMidrEschatb ("Catena A")
    2.1. Die Edition, materielle Beschreibung der Handschrift und der Forschungsstand
    2.2. Materielle Rekonstruktion der Schriftrolle
    2.3. Der Textbestand von 4Q177
    2.4. Übersetzung des rekonstruierten Textes
    2.5. Erläuterungen zu Text und Übersetzung

TEIL II
4Q174 UND 4Q177 ALS BESTANDTEIL DES GLEICHEN LITERARISCHEN WERKES

1. Die Ergebnisse der materiellen Rekonstruktion von 4Q174 und 4Q177
2. Die Verwendung des "davidischen" Psalters in 4Q174 und 4Q177 und die Struktur des Textes
3. Formale Befunde
4. Das Verhältnis von Zitaten und Interpretationen zueinander: das Schriftverständnis in 4Q174 und 4Q177
5. Sonstige Beobachtungen zur Terminologie in 4Q174 und 4Q177 im Vergleich zu anderen Qumrantexten
6. Zu orthographischen Differenzen in 4Q174 und 4Q177
7. Schlußfolgerung
8. Mögliche weitere Kopien: 4Q182, 4Q178 und 4Q183
 

TEIL III
INHALT, GATTUNG UND TRADITIONSGESCHICHTLICHE EINORDNUNG VON 4QMIDRESCHATA.B

1. Zentrale Begriffe und Themen in 4QMidrEschata.b
2. Anderweitige exegetische Qumranliteratur
3. Zur Gattungsbestimmung von 4QMidrEschata.b
4. Die Einordnung von 4QMidrEschata.b  in die Literaturgeschichte der spezifischen Qumrantexte
5. Die Datierung der Entstehung von 4QMidrEschata.b
6. Der Abfassungszweck von 4QMidrEschata.b

Die wichtigsten Ergebnisse

Schlußbemerkung
Literaturverzeichnis
Register
Anhang
 

Andere Qumran-Bücher von der gleichen Autorin:
"Antikes Judentum und Frühes Christentum"
"Die Texte aus Qumran II"
 

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