Spätjüdisch-häretischer und frühchristlicher Radikalismus
Jesus von Nazareth und die essenische
Qumransekte
Band 1: Das Spätjudentum
Band 2: Die Synoptiker
J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen,
1957
Band 1: 164 Seiten, Paperback
Band 2: 154 Seiten, Paperback
antiquarisch
Persönliche Bewertung und Kritik:
Für Profis - Empfehlung: noch
nicht möglich
Aus der Einleitung:
"Sehr bald, nachdem ich durch die
freundliche Vermittlung von Herrn Leonhard Rost, Berlin-Lichterfelde, vor
5 Jahren das Schrifttum der Qumransekte kennengelernt hatte, zwang diese
merkwürdige Literatur mich in ihren Bann. Die Torastrenge, die Nahechatologie
und der Inhalt der Einzelparänesen legen den Vergleich mit der Jesustradition
ja unausweichlich nahe. Damit aber solch Vergleich wirklich fundiert ist,
müssen die Gesamtkomplexe, nicht nur einzelne Termini, in ihrem Nebeneinander
und Gegeneinander bedacht werden. Daher analysiert dieser erste Teil zunächst
die Sektentexte für sich, und zwar auf dem Hintergrunde des nach Abot
I-IV kurz skizzierten offiziellen Spätjudentums, hinsichtlich der
Toraverschärfung, der verschärften Einzelparänese und des
Verhältnisses von Mensch und Gott. Entsprechend dem Stande unserer
Textkenntnis von 1951 habe ich aus der Reihe der Qumrantexte das Manual
of Discipline und den Habakukmidrasch zugrunde gelegt; die Milchamah und
die Hodajoth waren damals erst in kleinen Proben erschienen. Die schon
bekannten Essenertexte und die Damaskusschrift mögen das Bild der
Sekte runden. Der zweite Teil nimmt sodann die gleichen Fragen, auf dem
Hintergrunde der Ergebnisse des ersten Teils, für die Jesustradition
in Angriff. Die beiden Teile stellen also einen wesentlichen Ausschnitt
aus der Theologie, dort des häretischen Spädjudentums, hier Jesu
von Nazareth und der an ihn anschließenden Tradition, dar.
Ich denke mir den Leser des ersten
Teiles so, daß er die betr. hebrärischen Texte aus der Sekundärliteratur
und die griechischen Essenerreferate, den leser des zweiten Teils so, daß
er, außer dem ersten Teil, die Synopse aufgeschlagen neben sich hat."
Siehe dazu auch: "Das
Gesetz in der synoptischen Tradition"
Inhalt (Teil 1):
A. Abot I-IV
I. Der Toragehorsam
grundsätzlich
II. Die einzelnen
paränetischen Inhalte
III. Mensch
und Gott
B. Das Manual of Discipline
I. Der Toragehorsam
grundsätzlich
II. Die einzelnen
paränetischen Inhalte
III. Mensch
und Gott
C. Der Habakukmidrasch
I. Der Toragehorsam
grundsätzlich
II. Die einzelnen
paränetischen Inhalte
III. Mensch
und Gott
D. Die Essenertexte
I. Der Toragehorsam
grundsätzlich
II. Die einzelnen
paränetischen Inhalte
III. Mensch
und Gott
E. Die Damaskusschift
I. Der Toragehorsam
grundsätzlich
II. Die einzelnen
paränetischen Inhalte
III. Mensch
und Gott
Stellenregister
Wortregister
Sachregister
Autorenregister
Literaturverzeichnis
Inhalt (Teil 2):
Die Quellen
I. Der Toragehorsam grundsätzlich
1. Die Schriftbegründung
2. Die Ungrundsätzlichkeit
3. Keine Mahnung
zum Torastudium; die Autorität Jesu
4. Keine Esoterik
5. Wenig Juridik
6. Tun und Hören;
Tun und Bekehrung
7. Bekehrung
als verschärfter Toragehorsam und als Anerkenntnis der völligen
Abhängigkeit von Gott
II. Die einzelnen paränetischen
Inhalte
1. Das Rituelle
2. Der Besitzverzicht
3. Die Juridik
4. Die Stellung
zum Nächsten
5. Die Martyriumparänese
6. Die Ehehalacha
III. Mensch und Gott
1. Der Mensch
als Sünder
2. Gehorsam
und Gnade; die Verschlüsselung des Ereignischarakters der Gnade
Nachwort
Stellenregister
Wortregister
Sachregister
Verfasserregister
Andere Qumran-Büchers des Autors:
"Qumran und das Neue Testament"