Eine Erklärung der kursiv gedruckten Begriffe findet sich hier

Kabbalat Shabbat


Kiddush und Hawdalah

Tiefer gehende halachische Ausführungen finden sich hier - diese stellen jedoch auch höhere Anforderungen an den Leser.


Melachot

Auch wenn man das Wort "Melachah" im Allgemeinen mit "Arbeit" übersetzt (und der Begriff "malochen" davon abgeleitet wird), hat es nichts mit körperlicher Anstrengung zu tun. So könnte man - rein theoretisch - im eigenen Haus den ganzen Shabbat ein Klavier vom Keller auf den Boden und wieder zurück tragen, ohne dabei eine Melachah zu verrichten; schaltet man dann jedoch das Licht ein (oder aus), so ist dies eine Melachah, und man hat damit den Shabbat gebrochen.

Was aber ist nun eine Melachah? Es ist, kurz gefasst, eine Tat, die eine Sache in ihrem Wesen verändert. Zurückgeführt werden die Melachot auf die Tätigkeiten, die zum Bau der Stiftshütte nötig waren. Dies sind insgesamt 39 "Haupt-Arbeiten", die wiederum in Unterkategorien aufgeteilt werden. Desweiteren gilt für diese am Shabbat verbotenen Tätigkeiten:


Die 39 Melachot

1. Pflügen

2. Säen

Alles, was dazu beiträgt, Pflanzen oder Samen wachsen zu lassen, ist verboten:

3. Ernten

4. Garben binden

5. Dreschen

Umfaßt das Dreschen von Getreide - aber auch das Herausnehmen von Erbsen aus den Hülsen. Desweiteren:

6.-8. Windschaufeln, Auslesen, Sieben

Sind zwei oder mehr Sorten vermischt, darf man nicht eine Sorte davon abtrennen. Dies gilt sowohl für Eßbares als auch für nicht Eßbares (also z.B. auch für Kleidung und Besteck). Unter folgenden Bedingungen ist ein Auslesen erlaubt:

Desweiteren gilt:

9. Mahlen

10. Kneten

Hierzu zählt jedes Mischen einer Flüssigkeit mit einem Pulver oder kleingeschnittenen Speiseteilen, so dass eine breiartige Mischung entsteht (z.B. zerdrücktes Gemüse oder Kartoffeln mit Bratensoße). Unter folgenden Bedingungen jedoch ist das Mischen erlaubt:

In jedem Fall ist es verboten, aus Pulver mit Milch oder Wasser einen Pudding herzustellen.

11. Kochen und Backen

Trotz all der hier aufgezählten Probleme soll man am Shabbat warmes Essen haben, wegen "Kewod Shabbat" (zur Ehre des Shabbat) und "Oneg Shabbat" (Shabbat-Freude/Genuß des Shabbat).

12. Scheren

13. Waschen

Unter diesen Begriff fällt jede Tätigkeit, durch die ein Kleidungsstück (oder Stoff ganz allgemein) gereinigt oder gebleicht wird.

14. Hecheln

Fäden, welche sich ineinander verwickelt haben, dürfen nicht auseinander genommen werden.

15. Färben

16. Spinnen

Aus Stoff-Fasern darf man keine Fäden drehen (gilt z.B. auch für ausgefranzte Zizith).

17.-19. Weben

20. Fäden trennen

Fäden aus einem Gewebe zu ziehen ist verboten. An den Rändern eines Stoffes muss man besondere Vorsicht walten lassen, da die Fäden dort besonders locker sind und sich leicht lösen können.

21.-22. Knoten knüpfen und lösen

23. Nähen

24. Reissen

25. Tiere fangen

26. Schächten

Im Falle von Lebensgefahr muss natürlich alles zur Lebensrettung erforderliche sofort getan werden!

27. Fell abziehen

Das Abziehen des Fells eines Tieres zur Verarbeitung zu Leder oder Pergament ist verboten.

28. Gerben

29. Linienziehen

Das Ziehen oder Einritzen von Linien (egal ob mit Tinte, Bleistift oder dem Fingernagel) ist auf jedem Gegenstand verboten.

30. Schaben

31. Nach Maß schneiden

Das Schneiden oder Reißen von Papier, Stoff etc. zu einer gewünschten Größe ist verboten; bei Esswaren ist es jedoch erlaubt.

32. Schreiben

33. Radieren

34. Bauen

35. Einreißen

Hier gilt ganz allgemein: alles, was man nicht aufbauen oder zufügen darf (siehe Melachah Nr. 34), darf man auch nicht abbauen/einreißen/wegnehmen. So sind z.B. verboten:

36. Feuer entfachen

37. Feuer löschen

38. Der letzte Hammerschlag

39. Tragen

Zur Einleitung sei hier die grobe Einteilung der Lebensbereiche erwähnt: die Privatsphäre und die Öffentlichkeit. Verboten ist, grob gesagt, der "Transport" von Gegenständen von einem Bereich in den anderen sowie in der Öffentlichkeit generell. Die folgenden Punkte sollen dies näher erläutern:


Mukzeh

In der Liste der Begriffe ist das Wort "mukzeh" bereits kurz erklärt als "Dinge, die an Shabbat nicht bewegt werden dürfen". Dies bedarf jedoch einiger näherer Erläuterungen:


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