Siedl, Suitbert H.:

Qumran - Eine Mönchsgemeinde im Alten Bund
 

Studie über Serek Ha-Yahad

Bibliotheca Carmelitica, cura Facultatis Theologicae O. C. D. edita, Series II: Studia, Vol. 2
 

Desclee & C., Rom, Paris, Tournai, New York, 1963

372 Seiten; Paperback
antiquarisch
 
 

Persönliche Bewertung und Kritik:
Für Fortgeschrittene - Empfehlung: noch nicht möglich

Studie über die sogenannte "Sektenrolle", bzw. den "Sektenkanon" (1QS)
Aus dem Vorwort:
"... Vorliegende Studie hält sich folglich in gleicher Weise davon fern, die Angaben unserer Handschrift 1QS durch Nachrichten verschiedener Herkunft zu 'ergänzen', sowie davon, aus dem Vergleich von 1QS mit mehr oder minder ähnlichen Aussagen anderer Texte auf die Zusammengehörigkeit oder entwicklungsgeschichtliche Abhängigkeit der dahinter stehenden Gemeinschaften oder Gruppen zu schliessen. Das Ziel unserer Arbeit ist vielmehr, durch eingehende Untersuchung der Handschrift 1QS soweit als möglich Wesen und Struktur der Gemeinschaft zu bestimmen, für die diese Regel massgebend war. Um dies zu erreichen, gehen wir zunächst aus von den zahlreichen in unserer Handschrift angewendeten verschiedenen Bezeichnungen der Gemeinschaft als solcher und der einzelnen Glieder derselben, um dadurch zu jener ersten, allgemeinen Begriffsbestimmung zu gelangen, die man notio nominalis zu bezeichnen pflegt.
Das Wesen dieser zunächst nominell bestimmten Gemeinschaft wird uns am besten zum Bewusstsein kommen, wenn wir versuchen, die Frage nach dem Sinn und Zweck dieser Lebensgestaltung aus den Texten der Handschrift zu beantworten, wobei es unsere Aufgabe sein wird, auch jene Mittel zu untersuchen, die von der vorliegenden Regel als wesentlich zu Erreichung des einzelnen Gliedern und der Gesamtheit gesteckten Zieles angesehen werden. Nachdem so das Wesen dieser Gemeinschaft bestimmt ist, werden wir versuchen, näheres über ihre besondere Eigenart dadurch zu erfahren, dass wir in den Texten nach der äusseren Ordnung und Struktur dieser Gemeinschaft forschen, ihre Regierungs- und Verwaltungsform ins Auge fassen, unsere Aufmerksamkeit darauf lenken, welchen Weg Aussenstehende zu gehen haben, um Vollmitglieder der Gemeinschaft zu werden, und welche Strafbestimmungen dafür sorgen, dass trotz menschlicher Schwäche die Gesetze gehalten bzw. die Übertretungen gesühnt werden. Schliesslich wollen wir uns noch bemühen, über Riten und Gebräuche zu erfahren, was die Texte darüber aussagen.
Die auf diese Weise in ihrem Wesen und in ihren Lebensformen so weit es die Texte gestatten bestimmte Gemeinschaft, die wir die Qumrangemeinschaft nennen wollen, steht dann in einem einigermassen geschlossenen Bild vor unserem geistigen Auge, und anschliessend ergibt sich auch die Möglichkeit - doch das geht bereits über den Rahmen dieser Arbeit hinaus - das Bild dieser Gemeinschaft heranzuziehen zu einem sinnvollen Vergleich mit anderen, ähnlichen Formen gemeinschaftlichen Lebens."
 

Inhalt (Zusammenfassung):

Vorwort

1. HAUPTTEIL: DIE BEZEICHNUNG DER GEMEINSCHAFT

1. Abschnitt: Das Institut von Qumran
1. Kapitel: Die Wurzel yahad und seine Wortverbindungen
2. Kapitel: Wortverbindungen mit ...
3. Kapitel: Die Bedeutung von ...
4. Kapitel: Einige andere Bezeichnungen der Gemeinschaft

2. Abschnitt: Die einzelnen Mitglieder
1. Kapitel: Wortverbindungen mit "Männer" und "Söhne"
2. Kapitel: Die restlichen Bezeichnungen der einzelnen Mitglieder
Zusammenfassung des ersten Hauptteils
 

2. HAUPTTEIL: DAS GEISTLICHE ZIEL

1.Abschnitt: Gott suchen
1. Kapitel: Die grundlegende Haltung
2. Kapitel: Mittel und Wege der Gottsuche
3. Kapitel: Das Reden mit Gott

2. Abschnitt: Erkenntnis und Einsicht
1. Kapitel: Gott, Ursprung alles Wissens
2. Kapitel: Gegenstand des Wissens und der Einsicht
3. Kapitel: Bedeutung des Wissens in der Gemeinschaft
4. Kapitel: Wissen und Tun

3. Abschnitt: Das rechte Wollen und TUn
1. Kapitel: Liebe und Hass
2. Kapitel: Lobpreis und Sühne
3. Kapitel: Recht und Gerechtigkeit
4. Kapitel: Kraft und Stärke
5. Kapitel: Demut und Milde
6. Kapitel: Die entgegengesetzten Laster
Zusammenfassung des zweiten Hauptteils
 

3. HAUPTTEIL: DIE ÄUSSERE ORDNUNG

1. Abschnitt: Grundlegende Voraussetzungen
1. Kapitel: Der religiöse Gehorsam
2. Kapitel: Verzicht auf Besitz
3. Kapitel: Verzicht auf Familie

2. Abschnitt: Regierung und Disziplin
1. Kapitel: Organisation und Struktur
2. Kapitel: Ämter und Stufen
3. Kapitel: Die Aufnahme in die Gemeinschaft
4. Kapitel: Strafbestimmungen

3. Abschnitt: Riten und Gebräuche
1. Kapitel: Riten der Aufnahme
2. Kapitel: Riten des Bundes
3. Kapitel: Riten der Gemeinschaft
Zusammenfassung des dritten Hauptteils

Schlusswort
Bibliographie
Register
Errata corrige
Systematisches Inhaltsverzeichnis
 

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