Karl
Hermann Schelkle:
Die Gemeinde von Qumran und die Kirche des Neuen Testaments
Patmos Verlag, Düsseldorf, 1960
2. erweiterte Auflage: 1965
114 Seiten, Taschenbuch
(antiquarisch)
Persönliche Bewertung und Kritik:
Für Einsteiger - Empfehlung:
noch nicht möglich
Die zweite Auflage unterscheidet sich von der ersten lediglich durch eine Erweiterung der Literaturhinweise am Schluß (117 statt 114 Seiten!)
Text der Buchklappe:
"Der Verfasser, der Tübinger
Exeget K.H. Schelkle, unternimmt es, die Botschaft des Neuen Testamentes
durch den Vergleich mit Leben und Lehre der Qumranischen Gemeinde zu erhellen.
Er gibt zunächst einen Überblick über die Funde und Ausgrabungen
am Toten Meer; sie bezeugen das Vorhandensein eines 'Klosters' einer spätjüdischen
Gemeinschaft. Im Hauptteil stellt der Verfasser heraus, welche Punkte der
neutestamentlichen Verkündigung in der Lebenswelt und Lehre von Qumran
ihre Entsprechung zu haben scheinen. Durch präzise Gegenüberstellung
von Aussagen der Qumranischen Schriften des Alten und des Neuen Testamentes
wird Verbindendes sichtbar, zugleich aber auch das fundamental Unterscheidende,
das die beiden Überlieferungen trennt.
Auf diese Weise untersucht der
Verfasser in beiden Schriftengruppen die sittliche Botschaft, das Besondere
der alttestamentlichen, Qumranischen und spätjüdischen Messiaserwartung
im Verhältnis zu der neutestamentlichen Erfüllung. Das Schwergewicht
der Darstellung liegt auf dem Vergleich der Auffassungen von der Gemeinde,
ihrer hierarchischen Gliederung und Ausprägung im Kult.
Als Ergebnis kann man zusammenfassen:
Qumran gehört durch seinen Eifer um die Reinheit des Gesetzes und
des Kultes mit seiner gesteigerten Messiaserwartung, durch seine kämpferischen
apokalyptischen Züge, sein streng ausschließendes Berufungsbewußtsein
unverkennbar in die Überlieferung des nachexilischen Judentums. Dem
steht gegenüber die neutestamentliche Freiheit vom Buchstaben des
Gesetzes, die Selbstoffenbarung Jesu als des erwarteten Messias und die
universale Heilszusicherung im Wort und Dienst Christi. - Eine besondere
Untersuchung ist dem Verhältnis der Theologie des hl. Paulus sowie
der des Evangelisten Johannes mit den Lehren von Qumran gewidmet."
Inhalt:
Vorwort
I. Funde und Entdeckungen
II. Politische und religiöse
Umwelt
III. Johannes der Täufer
IV. Die sittliche Lehre
V. Besitz und Armut
VI. Messianische Erwartungen
VII. Endzeit und Heil
VIII. Die Gemeinde
IX. Liturgie und Kult
X. Die Schrift und ihre Auslegung
XI. Paulus
XII. Johannes
Schlußbemerkung
Literaturhinweise