Dahmen,
U., Stegemann, H., Stemberger, H. (Hrsg.):
Qumran - Bibelwissenschaften - Antike Judaistik
Bonifatius, Paderborn, 2006
120 Seiten, Paperback
ISBN 3-89710-347-8
14,90 €
Persönliche Bewertung und Kritik:
Für Fortgeschrittene - Empfehlung: noch
nicht möglich
Rückseitentext:
"Viele Alttestamentler neigen noch immer zu der Auffassung, 'Qumran' sei 'nachkanonisch',
obgleich etwa 80 der durch die Qumranfunde erstmalig bekannt gewordenen biblischen
Texte dem Daniel-Buch zeigenössisch oder sogar - zum Teil erheblich - älter
sind. Nicht wenige Neutestamentler und Judaisten tendieren dazu, 'Qumran' als
eine 'Sekte' zu betrachten, die eher im Verborgenen blühte, als dass mit
nachhaltigen Einflüssen auf ihr Umfeld und die Folgezeit gerechnet werden
könne. Tatsächlich könnten die hinter den Qumranfunden stehenden
Essener jedoch die religiös wirkungskräftigste Gruppe des palästinensischen
Judentums in den letzten zwei Jahrhunderten des Zweiten Tempels gewesen sein
und auch noch das rabbinische Judentum stark mitbestimmt haben. Die weit reichende
Bedeutung der Qumranfunde für die jeweilige Disziplin kann also gar nicht
hoch genug eingeschätzt werden."
Inhalt:
Vorwort
I. Qumran und Hebräische Bibel
Heinz-Josef Fabry: Die Handschriften vom Toten Meer und ihre Bedeutung für
den Text der Hebräischen Bibel
II. Qumran und Neues Testament
Jörg Frey: Zur Bedeutung der Qumran-Funde für das Verständnis
des Neuen Testaments
Hermann Lichtenberger: Messiasvorstellungen in Qumran und die
neutestamentliche Christologie
III. Qumran und Antikes Judentum
Daniel R. Schwarz: Die Bedeutung der Qumranschriften für das Verständnis
des antiken Judentums
Günter Stemberger: Die Frage nach einem "mainstream Judaism" in
der Spätzeit des Zweiten Tempels
Herausgeber und Autoren