Burrows, Millar:

Die Schriftrollen vom Toten Meer
 

C.H. Beck, München, 1957

380 Seiten, gebunden
antiquarisch
 

Originalausgabe: The Dead Sea Scrolls
Viking Press, New York
übersetzt von: Friedrich Cornelius
 
 
 

Persönliche Bewertung und Kritik:
Für Einsteiger - Empfehlung: noch nicht möglich

Hier haben wir eines der Standardwerke über die Schriftrollen von Qumran vor uns, an dem kein Interessierter vorbeikommt. Zusammen mit dem Fortsetzungsband "Mehr Klarheit über die Schriftrollen" bietet Burrows fast alles Wissenswerte über die Rollen an, sogar viele Übersetzungen. Allerdings muß angesichts der Erscheinungsdaten der Bücher bedacht werden, dass sowohl neue Erkenntnisse als auch Übersetzungen der erst später gefundenen oder freigegebenen Rollen natürlich fehlen.

Klappentext:
"Burrows, Professor für Biblische Theologie an der Yale-Universität, schreibt aus der kritischen Sicht eines unmittelbar Beteiligten. Seine wissenschaftliche Deutung der Funde am Toten Meer spricht nicht nur den theologisch und philosophisch Vorgebildeten, sondern ebenso den Laien an. Ausgehend von der archäologischen Einordnung, dringt er in die 'Zeitstellung' der Verfasser der Schriftrollen ein, behandelt die Übersetzungen und schildert Ursprung, Geschichte und Organisation der Qumran-Sekte. Millar Burrows ist dabei mit großer Genauigkeit vorgegangen, und man wird ihm keine tendenziösen Einstellungen und Übertreibungen vorwerfen können."
Joachim Günther in der "Frankfurter Allgemeinen"

"Dies ist das beste, zuverlässigste und sympathischste Buch, das bisher über die Schriftrollenfunde am Toten Meer erschienen ist. Fachleute, Archäologen, Historiker, Theologen werden mit dem Buch zufrieden sein, und auch Laien werden es mit Genuß und Gewinn lesen. Selten hat ein wissenschaftlich bedeutsamer Fund nicht bloß die Gelehrten, sondern auch die Laien so fasziniert wie diese Schriftrollen, die seit 1947 auf abenteuerliche Weise entdeckt worden sind. Burrows weiß diese Abenteuer voller Spannung, doch ganz ohne billige Sensationseffekte zu schildern, einfach und schlicht, so wie ein gutes Tagebuch geschrieben wird. Er kennt seine Materie vozüglich, denn er war damals Direktor der American School of Oriental Research in Jerusalem und an der Auffindung, Entzifferung und Deutung der Rollen wesentlich beteiligt.
Mit sämtlichen ernstzunehmenden Veröffentlichungen, mit allen zum Teil phantastischen Theorien setzt sich Burrows geduldig auseinander. Seine eigene Deutung ist vorbildlich vernünftig, nüchtern, weitab von aller noch so schönen, verführerischen Phantasterei."
Stuttgarter Nachrichten

"Wer das flüssig, nach geradzu spannend geschriebene, illustrierte Buch liest, gewinnt nicht nur einen umfassenden Überblick über diese berühmten Handschriften und ihre Bedeutung, sondern wird mit einer Fülle von Problemen vertraut, die ihm einen selten schönen Einblick in die Verhältnisse um die Zeitenwende herum geben und seine Kenntnis des damaligen Judentums wesentlich bereichern. Dieses kulturgeschichtlich interessante Werk, lebendig und anschaulich geschrieben von einem wachen Geist, mit dichterischer Kraft gestaltet, wird auch gewiß bei uns viele Kopfe und Herzen erobern."
Neues Winterthurer Tageblatt
 

Inhalt:

Erster Teil: Die Funde und der Streit um sie
   I. Die ersten Entdeckungen
  II. Aufregung und Nachprüfung
 III. Spätere Entdeckungen

Zweiter Teil: Das Alter der Handschriften
  IV. Archäologische und paläographische Einordnung
   V. Das Zeugnis von Textgestaltung und Sprache

Dritter Teil: Die Zeitstellung der Verfasser
  VI. Historische Anspielungen im Habakuk-Kommentar: Die Kittim
 VII. Historische Anspielungen im Habakuk-Kommentar: DIe Personen des Dramas
VIII. Identifizierung der Personen und Ereignisse
  IX. Geschichtliche Anspielungen in den anderen Schriftstücken
   X. Gedanken, Wortschatz und literarische Beziehungen

Vierter Teil: Die Gemeinde von Qumran
  XI. Ursprung, Geschichte und Organisation
 XII. Glaubensvorstellungen
XIII. Identifizierung

Fünfter Teil: Die Bedeutsamkeit der Rollen vom Toten Meer
 XIV. Was die Rollen zur Textkritik, historischen Grammatik und Paläographie beitragen
  XV. Was die Rollen zur Erforschung des Judentums und Christentums beitragen

Sechster Teil: Übersetzungen

A. Die Damaskusschrift
B. Der Kommentar zu Habakuk
C. Das Handbuch der Unterweisung
D. Aus dem Krieg der Söhne des Lichts gegen die Söhne der Finsternis
E. Aus den Dankpsalmen

Bibliographie
Nachtrag zur Bibliographie
Register
 

TAFELN:

   I. Zwei Taamireh-Beduinen
  II. Karte der Qumran-Expedition von 1952
 III. Höhle 1 Q, der Fundort der ersten Rollen
  IV. a) Die Kupferrollen aus Höhle 3 Q
      b) Untersuchung im Palaestina-Museum
   V. Tonkrüge, in denen die Schriftrollen aufbewahrt wurden
  VI. Spalte XI des Habakuk-Kommentars
 VII. Khirbet Qumran. Bilder von der Ausgrabung
      a) Gesamtbild von den Hügeln aus
      b) Die Zisternen
VIII. Reste der Tische und Bänke des Schreibsaales
Lagekarte der Funde (Textabbildung)
 

Weitere Qumran-Bücher des Autors:

Mehr Klarheit über die Schriftrollen
 

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