Enste, Stefan:

Kein Markustext in Qumran

Eine Untersuchung der These: Qumran-Fragment 7Q5 = Mk 6,52-53

Novum Testamentum Et Orbis Antiquus  Band 45

Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2000
Universitätsverlag, Freiburg, 2000

164 Seiten, Hardcover
ISBN 3-525-53945-2 (Vandenhoeck & Ruprecht)
ISBN 3-7278-1286-9 (Universitätsverlag)
42,-- Euro (84,00 DM)
 
 
 

Persönliche Bewertung und Kritik:
Für Fortgeschrittene - Empfehlung: noch nicht möglich

Über das Buch, Im Anhang:
"Stefan Enste untersucht die These, beim Qumran-Fragment 7Q5 handle es sich um ein Bruchstück des Markusevangeliums. Diese These - 1972 vom spanischen Papyrologen J. O'Callaghan vorgetragen - erreichte in den letzten Jahren immer wieder auch eine breite Öffentlichkeit. Dabei geriet zunehmend die Frage aus dem Blick, ob diese These methodisch und sachlich fundiert ist. In den Vordergrund traten statt dessen Spekulationen über 'Konsequenzen' der Identifizierung: Rückdatierung des Markus-Evangeliums in die frühen vierziger Jahre des ersten Jahrhunderts n. Chr., die Frage nach der 'Glaubwürdigkeit' der Evangelien, um nur zwei Kernpunkte der daran anschliessenden Diskussion zu nennen.
In dieser Untersuchung wird die Grundlage der Spekulationen - die These 7Q5 = Mk 6,52-53 - einer kritischen Prüfung unterzogen. Im Verlauf der Überprüfung zeigt sich: Die vorgenommene Identifizierung mit Versen aus dem Markus-Evangelium ist unhaltbar. Die für die Identifizierung vorgetragenen Argumente erweisen sich als wenig plausibel, gewichtige Gegenargumente schliessen diese Identifizierung gemäss der methodischen Regeln der Papyrologie aus.
Am Ende steht ein eindeutiges Ergebnis: 7Q5 ist nicht Mk 6,52-53"

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Inhalt:

1. Einleitung

2. Zum Fragment 7Q5
2.1. Entdeckungsgeschichte der Schriften aus Qumran
2.2. Entdeckungsgeschichte des Fragmentes 7Q5

3. Abriß der Forschungsgeschichte
3.1. Erste Publikation
3.2. Jose O'Callaghan
3.3. Kurt Aland
3.4. Carsten Peter Thiede
3.5. Andere Identifizierungsversuche
3.6. Der Vergleich - eine Methode und ihre fragwürdige Anwendung

4. 7Q5 und die Frage der Markusdatierung

5. Argumente für die Identifizierung von 7Q5 mit Mk 6,52-53
5.1. Der sichere Buchstabenbestand paßt zu Mk 6,52-53
5.2. Die Stichometrie paßt zu Mk 6,52-53
5.3. Die Ligaturen passen zu Mk 6,52-53
5.4. Die paläographische Datierung paßt zu Mk 6,52-53

6. Argumente gegen die Identifizierung von 7Q5 mit Mk 6,52-53
6.1. Neutestamentliche Handschriften sind unwahrscheinlich in Qumran
6.2. Neutestamentliche Handschriften auf einer Schriftrolle sind unwahrscheinlich
6.3. Die Computerversuche sprechen gegen eine Identifizierung von 7Q5 mit Mk 6,52-53
6.4. Der angebliche Wegfall dreier Wörter - epi thn ghn - kann nicht plausibel erklärt werden
6.5. Der angebliche Lautwechsel von D zu T kann nicht plausibel erklärt werden
       [Exkurs: Wie aussagekräftig ist das drufakton - trufakton-Argument?]
6.6. In Zeile 2 steht defintiv kein N

7. Ergebnis

8. Schluß

9. Literaturverzeichnis
9.1. Quellen
9.2. Hilfsmittel
9.3. Sekundärliteratur

10. Abbildungen
 
 

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