Die Damaskusschrift

Text A 1>

I.

1. Aber jetzt höret, alle, die ihr um Gerechtigkeit wisset, und merket auf die Taten 2. Gottes, denn er streitet mit allem Fleisch und hält Gericht über alle seine Schmäher. 3. Fürwahr, er hat sein Angesicht vor Israel und vor seinem Heiligtum verborgen um ihres Treubruchs willen, daß sie ihn verließen, 4. und hat sie preisgegeben dem Schwert; jedoch hat er Israel einen Rest übriggelassen, weil er des Bundes mit den Vorfahren gedachte, 5. und hat sie nicht zum Garaus dahingegeben. Und in der Zeit des Zornes, 390 Jahre, 6. nachdem er sie in die Hand des Königs von Babel, Nebukadnezar, gegeben hatte, 7. hat er nach ihnen gesehen und aus Israel und Aaron die Wurzel der Pflanzung sprießen lassen, daß (sie) 8. sein Land in Besitz nähmen und an dem Fruchtlandsgut sich sättigten. Da merkten sie auf ihre Sünde und erkannten, daß 9. schuldbeladene Männer sie waren, und zwanzig Jahre lang waren sie wie Blinde und wie solche, die nach dem Weg tasten. 10. Gott aber beachtete ihre Werke, daß sie ihn aus ehrlichem Herzen suchten, 11. und erweckte ihnen den Lehrer der Gerechtigkeit, um sie auf den Weg seines Herzens treten zu lassen. Und er gab kund 12. den nächsten Generationen, was er an dem letzten Geschlecht, an der Gemeinde der Abtrünnigen, tut. 13. Sie sind die vom Weg Abweichenden! Das ist die Zeit, über die geschrieben worden ist: "Ebenso wie eine störrige Jungkuh 14. ist Israel widerstrebend" (Hos. 4, 16). Als der prahlende Mann auftrat, der Israel 15. mit Lügenwassern überschüttete, führte er sie in weglose Wüste, um ihren frevelhaften Stolz zu ducken und sich zu entfernen 16. von den Pfaden der Gerechtigkeit und aufzuheben die Grenze, die die Vorfahren an ihrem Erbsitz gezogen hatten, auf daß 17. er ihnen die Flüche seines Bundes anheftete, sie dem Schwert zu überliefern, das die Bundesrache übt. 18. Denn sie hatten nach falschen Dingen getrachtet und Unwirkliches erwählt und nach Ausnahmen ausgeschaut 19. und einen feisten Nacken erwählt und den Ruchlosen gerechtgesprochen, aber den Gerechten verdammt. 20. Und sie übertraten den Bund und brachen die Satzung und taten sich zusammen gegen das Leben des Gerechten. Und alle, die 21. vollkommen wandelten, verabscheute ihre Seele. Und sie verfolgten sie mit dem Schwert und freuten sich am Streit der Leute. Da flammte

II.

1. Gottes Zorn wider ihre Gemeinde auf, um ihre gesamte Menge zu verstören, und ihre Taten waren unrein vor ihm. 2. Aber jetzt hört mir zu, alle in den Bund Eingetretene, daß ich eurem Ohr die Schicksale der 3. Ruchlosen enthülle. Gott liebt Erkenntnis. Weisheit und Umsicht hat er vor sich hingestellt, 4. Klugheit und Erkenntnis sind es, die ihm dienen. Langmut ist bei ihm sowie reiche Vergebung, 5. um Sühne zu schaffen für die, die von der Sünde ablassen. Aber Macht und Heldenkraft und großer Grimm mit Flammen des Feuers, 6. in dem alle Engel des Verderbens sind, sind wider die störrisch Wandelnden und das Gesetz Verachtenden, auf daß kein Rest 7. noch eine Rettung ihnen bleibe. Denn nicht erwählt hat sie Gott von uralter Zeit an, aber bevor sie geschaffen wurden, hat er 8. ihre Werke gekannt. Und er verabscheute die Generationen wegen Blutvergießens und verbarg sein Angesicht vor dem Land 9. auf die Zeit ihrer vollständigen Vernichtung. Und er weiß die Jahre des Bestehens sowie Zahl und Ausdehnung ihrer Zeiten hinsichtlich alles dessen, 10. was in den Zeiträumen geschieht und geschehen ist bis zu dem, was in ihren Endzeiten eintreten wird, (und zwar) bezüglich aller ewigen Jahre! 11. Aber unter allen ihren (Generationen) hat er sich namentlich Genannte erweckt, um der Erde solche, die gerettet werden, übrig zu lassen 12. und mit ihrer Nachkommenschaft die Oberfläche des Erdkreises zu füllen. Und er ließ sie durch seinen Gesalbten seinen heiligen Geist erkennen, und ist er 13. Wahrheit, und wo sein Name sich ausbreitet, sind ihre Namen. Aber diejenigen, die er haßte, führte er in die Irre.

14. Aber jetzt, o Söhne, hört mir zu, daß ich eure Augen auftue, um zu sehen und zu begreifen die Werke 15. Gottes, und zu erwählen, woran er Wohlgefallen hat, und zu verwerfen entsprechend dem, was er haßt, (aber) vollkommen zu wandeln 16. auf allen seinen Wegen und nicht zu sinnen auf Gedanken schuldhaften Trachtens und geiler Blicke; denn viele 17. sind durch sie in die Irre gegangen, und Helden an Kraft sind über ihnen gestrauchelt einst und jetzt. Dadurch daß sie wandelten in dem Starrsinn 18. ihres Herzens, sind die Wächter des Himmels zu Fall gekommen. Sie wurden dadurch gefangen, weil sie nicht die Gebote Gottes beachtet hatten. 19. Und ihre Söhne, deren Größe der Zedernhöhe und deren Leiber den Bergen entsprachen, fürwahr, sie sind zu Fall gekommen. 20. Alles Fleisch, das auf dem Trockenen war, fürwahr, es verschied. Und sie sind geworden, als ob sie nicht gewesen wären. Weil sie 21. ihren Willen taten und die Gebote ihres Schöpfers nicht beachteten. Bis daß entbrannte sein Zorn gegen sie!

III.

1. Darüber sind die Söhne Noahs in die Irre gegangen mit ihren Familien. Sie sind darüber ausgerottet worden. 2. Abraham ist nicht darin gewandelt und wurde zum Freund gemacht, weil er die Gebote Gottes beachtete und nicht 3. den Willen seines (eigenen) Geistes wählte. Und er hinterließ (das) dem Isaak und dem Jakob, und sie beachteten (die Gebote) und wurden als Freunde 4. Gottes und als Besitzer des Bundes für immer aufgeschrieben. Die Söhne Jakobs gingen daran in die Irre und mußten büßen für 5. ihre Verfehlung. Und ihre Söhne in Ägypten ,wandelten in dem Starrsinn ihres Herzens, indem sie sich 6. gegen die Gebote Gottes verschworen und dar, taten, was jedem recht in seinen Augen war. Und sie aßen das Blut, 7. und ihre Männer wurden in der Wüste ausgerottet. Gott aber sagte zu ihnen in Kadesch: "Zieht herauf und nehmt das Land in Besitz" (5. Mose 9, 23). Sie aber, sie befragten ihren (eigenen) Geist und hörten nicht 8. auf die Stimme ihres Schöpfers, auf das, was ihr Lehrer ihnen gebot, und murrten in ihren ,Zelten. Da entbrannte der Zorn Gottes 9. wider ihre Gemeinde. Und ihre Söhne sind daran zugrunde gegangen, und ihre Könige sind dadurch vernichtet worden, und ihre Helden sind dadurch 10. umgekommen, und ihr Land ist deshalb zur Einöde geworden. Dadurch sind die ersten, die in den Bund eingetreten sind, schuldig geworden und wurden 11. dem Schwert überliefert, weil sie den Bund Gottes verließen und ihren eigenen Willen wählten und nach dem Starrsinn 12. Ihres Herzens sannen, daß jeder seinen Willen tat.

Aber mit denen, die an den Geboten Gottes festhielten - (nämlich) 13. die von ihnen übrig waren - hat Gott seinen Bund für Israel aufgerichtet für immer, um 14. ihnen das Verborgene zu offenbaren, worin ganz Israel in die Irre gegangen war. Seine heiligen Sabbathe, seine herrlichen Festzeiten, 15. seine gerechten Zeugnisse seine Wahrheitswege und seine Willensabsichten - welcher Mensch sie tut, 16. wird in ihnen leben - hat er vor ihnen aufgetan. Und da gruben sie einen Brunnen mit reichlichem Wasser - 17. aber wer sie verschmäht, wird kein Leben haben -; sie jedoch, sie haben sich gewälzt in menschlicher Sünde und auf abscheulichen Wegen 18. und haben dabei gesprochen: "Ja, das gehört uns" (Hes. 11, 15). Aber Gott in seinen wunderbaren Geheimnissen tilgte ihre Sünde und trug fort ihre Missetat 19. und errichtete für sie ein zuverlässiges Haus in Israel. Ein solches hat nicht bestanden vordem und bis 20. jetzt. Diejenigen aber, die an ihm festhalten, sind zum ewigen Leben bestimmt und haben alle Herrlichkeit des Menschen, wie 21. Gott er, ihnen durch den Propheten Hesekiel bestimmt hat: "Die Priester und die Lewiten und die Söhne

IV.

1. Zadoqs, die den Dienst meines Heiligtums bewahrten, als die Kinder Israels 2. von mir fort in die Irre gingen, sie sollen mir Fett und Blut opfern" (Hes. 44, 15).

Die Priester sind die Umkehrenden Israels, 3. die aus dem Land Juda heraus gegangen sind, und die Lewiten, die sich ihnen angeschlossen haben. Und die Söhne Zadoqs, sie sind die Auserwählten 4. Israels, die namentlich Gerufenen, die am Ende der Tage bestehen werden. Siehe die genaue Bezeichnung 5. ihrer Namen nach ihren Generationen und die Zeit ihrer Funktion und die Zahl ihrer Drangsale und die Jahre 6. ihres Verbanntseins und die genaue Bezeichnung ihrer Taten. (Das sind) die früheren Heiligen, denen Gott vergab, 7. und sie sprachen den Gerechten gerecht und verurteilten den Ruchlosen. Und allen, die ihnen nachfolgten, 8. um der Deutung der Torah entsprechend zu handeln, durch die die Vorfahren sich bestimmen ließen, bis die Zeit erfüllt sei, 9. - nämlich diese Jahre -, entsprechend dem Bund, den Gott den Vorfahren aufgerichtet hat, 10. ihre Sünden zu vergeben, vergibt Gott ebenso. Aber wenn sich die Zeit erfüllt nach der Zahl dieser Jahre, 11. kann man sich nicht mehr dem Hause Juda anschließen, sondern jeder steht auf 12. seiner Warte. "Gebaut ist die Mauer, fern ist die Satzung" (Micha 7, 11).

Und in allen diesen Jahren wird 13. Belial losgelassen sein wider Israel, wie Gott es gesagt hat durch den Propheten Jesaja ben 14. Amos: "Grauen, Grube und Garn sind wider dich, Einwohner des Landes" (Jes. 24,17). Die Deutung dessen 15. bezieht sich auf die drei Netze Belials über die Lewi ben Jakob geredet hat. 16. Davon gilt: Er fängt in ihnen Israel und stellt sie vor sie als drei Arten 17. von Gerechtigkeit: Das erste ist Hurerei, das zweite Reichtum, das dritte 18. Befleckung des Heiligtums. Wer aus dem einen entkommt, wird vom anderen gefangen, und wer daraus gerettet wird, wird vom dritten gefangen.

19. Die Erbauer der Mauer sind die, die hinter dem saw hergehen - der saw ist der Lügenprophet, 20. von dem er spricht: Mögen sie unablässig Lügen prophezeien! Sie sind gefangen durch zwei (Weiber) in der Hurerei, 21. indem sie zwei Weiber innerhalb von deren Lebenszeiten nahmen. Aber die Schöpfungsordnung ist: "Als ein Mann und ein Weib. hat er sie geschaffen" (1. Mose 1, 27).

V.

1. Und die in die Arche gingen, sind je zwei in die Arche gegangen. Und über den Fürsten steht geschrieben: 2. "Er soll sich nicht viele Weiber halten" (5. Mose 17, 17). David aber hatte nicht gelesen in dem versiegelten Buch des Gesetzes, das 3. in der Lade war, denn es war in Israel nicht aufgetan worden von dem Tag an, an dem Eleasar starb 4. sowie Josua und die Ältesten, die den Astarten gedient hatten. Und es war verborgen 5. und wurde nicht enthüllt, bis Zadoq auftrat. Davids Taten aber wurden heraufgeführt mit Ausnahme des Blutes des Uria, 6. und Gott erließ sie ihm.

Auch sie beflecken das Heiligtum, weil sie nicht 7. der Torah gemäß unterscheiden, und liegen bei einer (Frau), die den Blutfluß sieht, und nehmen 8. jeder die Tochter seines Bruders oder die Tochter seiner Schwester. Mose aber hat gesprochen: 9. Der Schwester deiner Mutter sollst du dich nicht nähern, Fleisch deiner Mutter ist sie. Und das Recht der Entblößung für Männer 10. ist ja aufgeschrieben, und wie sie (vom Gesetz behandelt werden), so die Frauen (auch). Und wenn die Tochter des Bruders aufdeckt die Blöße des Bruders 11. ihres Vaters, so ist sie (sein) Fleisch Und auch ihren heiligen Geist verunreinigen sie, und mit einer Zunge 12. voller Schmähreden tun sie den Mund auf wider die Gesetze des Bundes Gottes und sprechen: Sie sind nicht unerschütterlich! Und Greuel 13. reden sie beständig wider sie. Sie insgesamt sind Brandleger und Entzünder von Brandpfeilen, Spinnengewebe 14. sind ihre Fäden, und Vipereier sind ihre Eier. Wer sich ihnen nähert, 15. wird nicht ungestraft bleiben; je öfter er es tut, um so mehr wird er schuldig werden, es sei denn, er wäre bedrängt worden. Seit langer Zeit hat 16. Gott auf ihre Werke gesehen, und sein Zorn ist entbrannt gegen ihre Taten, denn es ist nicht ein einsichtiges Volk. 17. Sie sind ein Volk, bei dem der Rat verloren geht, da kein Verständnis in ihnen besteht. Denn vormals sind 18. Mose und Aaron aufgetreten durch den Fürsten des Lichts, aber Belial erweckte den Jannes und 19. seinen Bruder in seinem ränkevollen Plan, während Israel das erstemal gerettet wurde.

20. Und in der Zeit der Zerstörung des Landes sind die Grenzverrücker aufgetreten und haben Israel in die Irre gehen lassen 21. Und das Land wurde Wüste, weil sie zum Abfall von den Geboten Gottes aufriefen, die er durch Mose und auch

VI.

1. durch seinen heiligen Gesalbten gegeben hatte, und weissagten Lüge, um Israel zum Abfall von Gott zu bewegen. 2. Gott aber erinnerte sich des Bundes mit den Vorfahren und erweckte aus Aaron Verständige und aus Israel 3. Weise und ließ sie hören. Und sie gruben einen Brunnen, "einen Brunnen, den die Fürsten gegraben haben, den 4. die Vornehmen des Volkes ausgeschachtet haben mit dem Szepter" (4. Mose 21, 18). Der Brunnen, das ist die Torah, und die ihn gegraben haben, das sind 5. die Umkehrenden Israels, die aus dem Land Juda herausgegangen sind und im Land Damaskus verweilt haben. 6. Sie alle hat Gott Fürsten genannt, weil sie ihn gesucht hatten, und 7. ihr Glanz ist nicht durch eines Mund verkehrt worden. Und der Herrscherstab, das ist der, der die Torah erforscht, welchen 8. Jesaja nennt "einen, der ein Werkzeug für sein Tun hervorbringt" (Jes. 54, 16). Und die Vornehmen des Volkes, das sind die, 9. die gegangen sind, den Brunnen zu graben mit den Szeptern, die der Gesetzgeber vorgeschrieben hat, 10. um in ihnen zu wandeln innerhalb der gesamten Periode der Ruchlosigkeit, und ohne sie werden sie nicht gelangen bis zu dem Auftreten 11. des Lehrers der Gerechtigkeit am Ende der Tage.

Aber alle, die in den Bund gebracht worden sind, 12. ohne zu dem Heiligtum zu gehen (und) seinen Altar anzuzünden, sind fruchtlos und sind Verschließer 13. der Tür geworden, wie Gott gesagt hat: "Wer unter euch wird meine Tür verschließen? Und nicht sollt ihr meinen Altar vergeblich anzünden" (Mal. 1,10). 14. Wahrlich, sie sollen darauf achten, der Deutung der Torah entsprechend zu handeln während der Endzeit der Ruchlosigkeit und sich zu scheiden 15. von den Söhnen der Grube und sich zu enthalten von dem unreinen Reichtum der Ruchlosigkeit, stammend aus Gelübde und Bann 16. und Tempelvermögen, und indem sie die Elenden seines Volkes berauben, daß Witwen ihre Beute sind 17. und sie die Waisen ermorden. (Sie sollen darauf achten), einen Unterschied zu machen zwischen rein und unrein und erkennen zu lassen 18. das Heilige gegenüber dem Profanen und den Sabbathtag zu halten entsprechend seiner Deutung sowie die Festzeiten 19. und den Fastentag nach den Äußerungen derer, die in den neuen Bund eingegangen sind im Land Damaskus. 20. (Sie sollen darauf achten), darzubringen die heiligen Gaben entsprechend ihren Vorschriften, (ferner) zu lieben einer den anderen 21. wie sich selbst und den Elenden und Armen und den Fremdling bei der Hand nehmen, und zu trachten einer nach dem Heil

VII.

1. des anderen, und daß keiner untreu handele gegen seinen Blutsverwandten, (ferner) sich fernzuhalten von den Huren 2. gebotsgemäß, einer den anderen zurechtzuweisen gemäß der Vorschrift und nicht über den Tag hinaus zu grollen 3. und sich zu trennen von allen Unreinigkeiten gemäß ihrer Rechtsvorschrift, so daß keiner 4. seinen heiligen Geist verunreinige, wie Gott es ihnen erwählt hat. Allen denen, die in diesen (Vorschriften) wandeln 5. in vollkommener Heiligkeit nach Geheiß aller Weisungen, steht der Bund Gottes zuverlässig fest, 6. daß sie leben sollen auf tausend Geschlechter.

Und wenn sie in Lagern wohnen gemäß der Ordnung des Landes, so sollen sie sich 7. Frauen nehmen und Kinder erzeugen und wandeln nach dem Geheiß der Torah und gemäß der Vorschrift 8. der Weisungen nach der Ordnung der Torah, wie es heißt: "zwischen einem Mann und seinem Weib und zwischen einem Vater und 9. seinem Kind" (4. Mose 30,17).

Über alle aber, die es verschmähen, kommt die Vergeltung für Ruchlose, wenn Gott das Land heimsucht, (nämlich) 10. wenn eintritt das Wort, das geschrieben steht in den Worten des Propheten Jesaja ben Amos, 11. das er gesagt hat: "Kommen werden über dich und über dein Volk und über das Haus deines Vaters Tage, wie 12. sie nicht gekommen sind seit dem Tag, an dem Ephraim von Juda wich" (Jes. 7, 17). Als die beiden Häuser Israels sich schieden, 13. ist Ephraim von Juda gewichen, und alle Abtrünnigen sind dem Schwert überliefert worden, aber die Standhaften 14. retteten sich zum Land des Nordens hin, wie er gesagt hat: "Und ich will verbannen Sikkuth 1, euren König, 15. und Kijjun 2, euer Bild, von den Zelten in Damaskus" (Am. 5,26). Die Bücher der Torah, sie sind die Hütte 16. des Königs, gleichwie er gesagt hat: "Und ich will aufrichten die zerfallene Hütte Davids" (Am. 9,11). Der König, 17. er ist die Gemeinde. Und der Ausdruck: "Die Bilder"? Sie sind die Bücher der Propheten, 18. deren Worte Israel verachtet hat. Und der Stern, das ist der Erforscher der Torah, 19. der nach Damaskus gegangen ist, gleichwie geschrieben steht: "Es tritt auf ein Stern aus Jakob, und ein Szepter steht auf 20. aus Israel" (4. Mose 24, 17). Das Szepter, das ist der Fürst der gesamten Volksgemeinde und wenn er auftritt, wird er niederwerfen 21. alle Söhne Seths. Diese kamen in der ersten Heimsuchungszeit davon,

VIII.

1. aber die Abtrünnigen wurden dem Schwert preisgegeben. Und ebenso wird das Gericht aller sein, die zwar in seinen Bund eintreten, aber 2. nicht an diesen (Vorschriften) festhalten, so daß er sie heimsucht durch Belial bis zur Vernichtung. Das ist der Tag, 3. an dem Gott heimsucht. Die Fürsten Judas sind solche geworden, über die du ausgießest Zorn, 4. denn sie haben auf Heilung geharrt, aber ein Makel wird haften bleiben. Sie alle sind Empörer, weil sie nicht gewichen sind von dem Weg 5. der Abtrünnigen und sich wälzten auf den Wegen der Huren und in dem Reichtum der Ruchlosigkeit und (in) Rachegesinnung und in Groll 6. untereinander und in gegenseitigem Haß und verbargen sich einer vor dem Blutsverwandten 7. und näherten sich geschlechtlicher Schandtat und zeigten sich stark in bezug auf Reichtum und Gewinn. Und sie taten jeder das, was in seinen Augen recht war, 8. und wählten jeder den Starrsinn seines Herzens noch zeigten sie sich dem Volk gegenüber zurückhaltend und ließen sich gehen mit erhobener Hand, 9. daß sie auf den Wegen der Ruchlosen wandelten. Über diese hat Gott gesagt: "Drachengift und 10. grausame Otterngalle ist ihr Wein" (5. Mose 32, 33). Die Drachen, das sind die Könige der Nationen! Und ihr Wein, das sind 11. ihre Wege, und "Otterngalle" ist das Haupt der Könige Jawans, (und jen)es kommt, 12. Rache an ihnen zu üben. Aber in alle diese Dinge haben nicht Einsicht gewonnen "die Erbauer der Mauer" und "die Lehmtüncher" (Hes. 13, 10), denn 13. einer, der Wind wägt und von Lüge trieft, hat ihnen geweissagt, so daß der Zorn Gottes entbrannte gegen seine gesamte Gemeinde. 14. Und wie Mose gesagt hat: "Nicht durch deine Gerechtigkeit noch durch die Redlichkeit deines Herzens bist du gekommen, 15. diese Völker zu vertreiben, sondern weil er deine Väter liebte und den Eid bewahrte" (5. Mose 7, 8; 9, 5). 16. Und ebenso ist das Gericht über die, die in Israel umkehrten. Sie sind abgewichen von dem Weg des Volkes.

Mit der Liebe, mit der Gott 17. die Vorfahren, die sich hinter ihm her regten, liebte, hat er geliebt diejenigen, die nach ihnen kamen, denn ihnen galt 18. der Bund der Väter. Und dadurch, daß er die Erbauer der Mauer haßt, ist entbrannt sein Zorn. Und diesem Gericht entsprechend 19. ergeht es jedem, der die Gebote Gottes verschmäht und sie verläßt und in den Starrsinn seines Herzens sich begibt. 20. Das ist das Wort, daß Jeremia zu Barukh ben Nerijja gesagt hat und Elisa zu Gehasi, seinem Diener. Alle Männer, die in den neuen Bund im Land Damaskus eingetreten sind ...


Text A 2

IX.

1. (In) irgend einem Bann(fall), von dem ein Mensch betroffen wird, (so daß er aufhört, ein lebendiger) Mensch zu sein, muß er nach den Gesetzen der Heiden getötet werden. 2. Und so hat er gesagt: "Du sollst nicht dich rächen, und du sollst keinen Groll hegen gegen die Söhne deines Volkes" (3. Mose 19, 18). Und wenn irgend ein Mann von den 3. in den Bund Eingetretenen etwas vorbringt gegen seinen Nächsten, ohne ihn vor Zeugen zurechtgewiesen zu haben, 4. oder wenn er es vorbringt im Affekt oder wenn er den Ältesten berichtet hat, um ihn verächtlich zu machen, so gilt er (wie) ein Rächer und Grollbewahrer. 5. Und nichts steht geschrieben (darüber) außer folgendem: "Er ist ein Rächer gegenüber seinen Feinden, und er hegt Groll wider seine Gegner" (Nah. 1, 2b). 6. Wenn er von einem Tag zum anderen ihm gegenüber schweigt und dann im Affekt wider ihn redet, in einer todeswürdigen Sache, 7. gegen ihn Zeugnis gibt, (so geschieht das), weil er nicht aufgerichtet hat das Gebot Gottes, welcher, ihm besagt: "Gewiß 8. sollst du zurechtweisen deinen Nächsten, damit nicht du eine Sünde trägst seinetwegen" (3. Mose 19, 17).

Bezüglich des Eides (gilt das), was 9. er gesagt hat: "Nicht soll deine Hand dir helfen" (1. Sam. 25, 26)! Wenn ein Mann auf dem Feld einen Eid schwören läßt 10. ohne Zustimmung der Richter noch auf Grund ihrer Anordnung, so hat ihm seine Hand geholfen.

Wenn irgend etwas verlorengegangen ist 11. und es unbekannt ist, wer es gestohlen hat aus dem Eigentum des Lagers, in dem es gestohlen wurde, so soll man seinen Besitzer 12. den Flucheid schwören lassen. Und wer es hört und weiß es, sagt es aber nicht, der ist schuldig.

13. Wenn irgend eine Buße entrichtet werden muß, ohne daß Eigentümer vorhanden sind, so soll der Entrichtende es dem Priester bekennen, 14. und es soll diesem gehören mit Ausnahme des Sühnewidders. Und ebenso soll alles, das verloren gegangen ist und wiedergefunden worden ist, jedoch 15. unbekannten Besitzers ist, den Priestern gehören; denn der Finder kennt nicht das (an ihm haftende) Recht. 16. Wenn der Besitzer nicht festgestellt wird, sollen sie es zurückbehalten.

Wenn ein Mann in irgend einer Weise 17. sich gegen die Torah vergeht, und sein Nächster sieht es, ist aber allein - sofern es sich um ein Vergehen auf Tod handelt -, so soll er es vor seinen Augen wissen lassen 18. den Aufseher mit einer Zurechtweisung. Und der Aufseher soll es eigenhändig aufschreiben, bis er es 19. abermals vor einem (anderen) tut. Und (letzter)er soll es wiederum dem Aufseher kundtun. Wenn er abermals 20. von einem anderen ertappt wird, ist seine Verurteilung vollendet. Und wenn es sich um zwei handelt, die hinsichtlich 21. einer (Übertretungs)sache Zeugnis ablegen, so soll der Mann aus der Reinheit ausgeschlossen werden, jedoch nur, wenn es sich um zuverlässige (Zeugen) 22. handelt und es an dem Tag, an dem man es gesehen hat, dem Aufseher mitgeteilt wurde.

Und bezüglich einer Vermögenssache soll man zwei 23. zuverlässige Zeugen annehmen. Und was den Ausschluß aus der Reinheit anbetrifft, so genügt ein (Zeuge).

Und nicht darf angenommen werden

X.

1. ein Zeuge vor den Richtern, um auf Grund seiner Aussage ein Todesurteil auszusprechen, dessen Tage nicht erreicht sind, um 2. unter die Gemusterten zu treten, und der nicht gottesfürchtig ist.

Nicht darf ein Mann wider seinen Nächsten als glaubwürdiger 3. Zeuge angesehen werden, der (selbst) ein Wort von dem Gebot mit erhobener Hand übertreten hat, bis daß sie ihn für rein halten, um zurückzukehren.

4. Und das ist die Ordnung für die Richter der Gemeinde: Bis zehn Männer, auserlesen 5. aus der Gemeinde dem Zeitbedürfnis entsprechend, vier aus dein Stamm Lewi und Aaron und sechs aus Israel. 6. Sie sollen erfahren sein in dem Buch Hehago und in den Grundlagen des Bundes, 25 7. bis 60 Jahre alt. Nicht soll einer noch im Alter 8. von 60 Jahren und darüber auftreten, um die Gemeinde zu richten. Denn durch den Treubruch der, Menschen 9. haben seine (Lebens)tage abgenommen, und in der Zornglut Gottes wider die Einwohner der Erde hat er befohlen, daß 10. ihre Erkenntnis wiche, bevor sie ihre Tage vollendet hätten.

Die Reinigung durch Wasser betreffend: Nicht 11. soll ein Mann sich waschen in schmutzigem Wasser oder in solchem das nicht genügt, ihn zu bedecken. 12. Nicht darf man darin ein Gefäß reinigen. Und (was) irgend einen Tümpel im Felsen (anbetrifft), in dem nicht genug (Wasser) ist, 13. um sich (damit) zu bedecken, - sofern ein Unreiner es berührt, hat er dessen Wasser verunreinigt mit der für Wasser in einem Gefäß bestehenden (Unreinheit).

14. Über den Sabbath, um ihn zu beachten gemäß seiner Ordnung: Nicht darf ein Mensch am sechsten Tag 15. eine Verrichtung ausführen von der Zeit an, zu der das Sonnenrad 16. fern sein wird vom Tor auf eine Durchmesserlänge denn das ist es, was er sagt: "Beachte den 17. Sabbathtag, um ihn zu heiligen" (5. Mose 5, 12). Und am Sabbathtag darf kein Mensch ein 18. törichtes oder nichtiges Wort sagen. Nicht darf man irgend etwas an seinen Nächsten ausleihen. Nicht darf man vor Gericht gehen wegen Reichtum und Gewinn. 19. Nicht darf man Worte sprechen, die sich auf die Tätigkeit und die Arbeit, die man am nächsten Morgen tun will, beziehen. 20. Nicht darf ein Mensch am Sabbath aufs Feld gehen, um die Arbeit, wie sie ihm paßt, 21. zu verrichten. Nicht darf man weiter als 1000 Ellen aus der Stadt herausgehen. 22. Nicht darf man am Sabbathtag essen mit Ausnahme dessen, was vorbereitet ist. Und von dem, was 23. auf dem Feld umkommt, darf man nicht essen. Und nicht darf man trinken mit Ausnahme dessen, was im Lager ist.

XI.

1. Auf dem Weg, wenn man zum Waschen heruntergeht, darf man trinken, wo man steht. Nicht darf man in irgend ein 2. Gefäß schöpfen. Nicht darf man schicken einen Fremden, daß er das, was ihm paßt, am Sabbathtag tue. 3. Nicht darf ein Mensch schmutzige oder in einer Kammer aufbewahrte Kleider an sich tragen, außer wenn 4. sie in Wasser gewaschen oder mit Weihrauchharz abgerieben sind. Nicht darf ein Mensch freiwillig fasten 5. am Sabbathtag. Nicht darf ein Mensch hinter dem Vieh hergehen, um es außerhalb der Stadt zu weiden, ausgenommen 6. zweitausend Ellen (weit). Nicht darf man die Hand erheben, um es mit der Faust zu schlagen. Für den Fall, 7. daß es störrig ist, soll man es nicht aus dem Haus herausführen. Nicht darf ein Mensch (etwas) aus dem Haus 8. auf die Straße bringen oder von der Straße in das Haus. Und wenn man sich in einer Laubhütte befindet, darf man nichts aus ihr herausbringen 9. noch etwas in sie hineinbringen. Nicht darf man am Sabbath ein zugeklebtes Gefäß aufmachen. Nicht darf ein Mensch 10. bei sich Medizin tragen, um damit am Sabbath aus- und einzugehen. Nicht darf man im Wohnhaus 11. Steine oder Erde aufheben. Nicht darf der Wärter einen Säugling tragen, um (mit ihm) am Sabbath aus- und einzugehen. 12. Nicht darf ein Mensch am Sabbath seinen Sklaven oder seine Magd oder seinen Lohnarbeiter ärgerlich machen. 13. Nicht darf ein Mensch am Sabbathtag dem Vieh zur Geburt helfen. Und wenn es (das Junge) in eine Zisterne 14. oder in ein Loch fallen läßt, darf man es am Sabbath nicht herausholen. Nicht darf ein Mensch am Sabbath Ruhe halten an einer Stelle, die nahe 15. bei Heiden ist. Nicht darf ein Mensch den Sabbath entweihen wegen des Reichtums oder des Gewinnes am Sabbath. 16. Und wenn irgend eine Person in ein Wasserloch oder in einen (anderen) Ort fällt, 17. von dem sie nicht heraufsteigen kann, soll jemand (sie) heraufholen vermittelst einer Leiter oder eines Strickes oder (sonst) eines Gerätes. Nicht darf ein Mensch am Sabbath etwas auf den Altar hinaufbringen, 18. ausgenommen daß Sabbathbrandopfer, denn also steht geschrieben: "ausgenommen eure Sabbathe" (3. Mose 23, 38).

Nicht darf 19. ein Mensch zum Altar Brandopfer, Speisopfer, Weihrauch oder Holz schicken durch einen anderen, der unrein ist durch eine 20. von den Unreinigkeiten, indem er ihm dadurch gestattet, den Altar zu verunreinigen, denn es steht geschrieben: "Das Schlachtopfer 21. der Ruchlosen ist ein Greuel, aber das Gebet der Gerechten entspricht einem wohlgefälligen Speisopfer" (Sprüche 15, 8). Und jeder, der in 22. das Bethaus geht, darf nicht als Unreiner, der sich waschen muß, hineingehen. Und wenn die Trompeten zur Gemeindeversammlung blasen, 23. soll er es vorher tun oder sich versäumen, aber nicht soll man den gesamten Gottesdienst aufhalten.

XII.

1. Heilig ist der Sabbath. Nicht darf ein Mann bei einer Frau liegen in der Stadt des Heiligtums, 2. damit nicht die Stadt des Heiligtums durch ihre (geschlechtliche) Unreinheit verunreinigt werde. Irgend ein Mann, in dem die Geister Belials herrschen, 3. so daß er Abfall predigt, soll nach dem Gesetz des Totenbeschwörers und Zauberers gerichtet werden. Und irgend einer, der in die Irre geht, 4. indem er den Sabbath und die Festzeiten entweiht, soll nicht getötet werden, sondern den Menschensöhnen ist 5. seine Beobachtung übertragen. Und wenn er davon geheilt sein wird, so sollen sie ihn bis sieben Jahre beobachten, und danach 6. darf er in die Gemeindeversammlung kommen. Nicht darf man seine Hand ausstrecken, Blut eines heidnischen Mannes zu vergießen 7. um des Reichtums oder des Gewinnes willen. Und ebenfalls darf man nichts von ihrem Vermögen nehmen, damit sie nicht 8. Hohnreden führen, ausgenommen (es geschieht) auf Beschluß der Genossenschaft Israels. Nicht darf ein Mensch Vieh 9. und Vögel reiner Art an Heiden verkaufen, damit sie sie nicht als Opfer verwenden. Und von seiner Tenne 10. und von seiner Kelter darf er ihnen nichts mit aller seiner Macht verkaufen. Und seinen Sklaven und seine Magd darf er 11. ihnen nicht verkaufen, weil sie mit ihm in den Bund Abrahams eingetreten sind.

Nicht darf ein Mensch sein Leben zum Abscheu machen 12. durch irgend ein Tier oder Lurch, indem er davon ißt, von Bienenmaden bis zu jeglichem Lebewesen, 13. das in den Gewässern wimmelt. Und Fische darf man nicht essen, ausgenommen sie seien 14. lebendig zerrissen und ihr Blut sei vergossen worden. Aber alle Heuschreckenarten dürfen ins Feuer oder ins Wasser getan werden, 15. solange sie lebendig sind, denn das ist die Ordnung ihrer Geschöpflichkeit. Und alles Holz und die Steine 16. und der Sand, die befleckt worden sind durch die Unreinheit von Menschen, sollen als unrein erachtet werden wie sie. Nach dem Maß 17. ihrer Unreinheit wird der unrein, der sie berührt. Und jedes Gerät, Nagel oder Pflock an der Wand, 18. sofern sie mit einem Toten zusammen in einem Hause waren, werden unrein entsprechend der Unreinheit eines zur Arbeit verwendeten Gerätes.

19. Ordnung für die Tagung der Städte Israels auf Grund dieser Rechtsvorschriften, um zu trennen zwischen 20. Unrein und Rein und den Unterschied zwischen Heilig und Profan kundzutun. Und das sind die Satzungen 21. für den Weisen, daß er in ihnen wandele zusammen mit allem Leben gemäß der Ordnung für jede Zeit. Und dieser Rechtsvorschrift 22. entsprechend soll die Nachkommenschaft Israels wandeln, auf daß sie nicht verflucht werde.

Und das ist die Ordnung für die Tagung 23. der Lager: Darin sollen sie wandeln in der Endzeit der Ruchlosigkeit bis zum Auftreten des Gesalbten aus Aaron

XIII.

1. und Israel. (Angefangen) bei mindestens 10 Männern, (und gegliedert) nach Tausendschaften, Hundertschaften, Fünfzigschaften 2. und Zehnerschaften, Und beim Bestehen einer Zehnerschaft darf nicht ein Priester fehlen, der im Buch Hehago bewandert ist. 3. Seinem Geheiß sollen sie alle folgen. Und wenn er nicht in allen diesen (Dingen) ausgewiesen ist, ein Lewit aber darin ausgewiesen ist, 4. so soll das Los entscheiden, daß alle Lagerangehörigen nach seinem Geheiß ein- und ausgehen. Und wenn 5. eine Rechtsentscheidung nach der Aussatztorah geschehen muß an einem Mann, so soll der Mann (Priester) kommen und im Lager sich hinstellen, und 6. der Aufseher soll ihn belehren über die Deutung der Torah. Und selbst wenn er (der Priester) ein Tor ist, ist er es, der ihn ausschließt, denn ihnen 7. (d.h. den Priestern) steht die Entscheidung zu.

Und das ist die Ordnung für den Lageraufseher: Er soll die Vielen belehren über die Werke 8. Gottes und soll ihnen Einsicht vermitteln in seine wunderbare Heldenkraft und soll vor ihnen berichten über die einzelnen Geschehnisse der Vorzeit. 9. Und er soll mit ihnen Erbarmen haben wie ein Vater gegenüber seinen Söhnen und ihnen allen ihre Schuld vergeben. Wie einer, der seine Herde weidet, 10. soll er alle ihre fesselnden Bande auftun, damit es keinen Bedrückten und Zerschlagenen in seiner Gemeinde gäbe. 11. Und einen jeden, der sich zu seiner Gemeinde hinzufinden will, soll er prüfen auf seine Taten, seine Einsicht, seine Fähigkeit, seine Leistung und seinen Reichtum, 12. und dann soll man ihn aufschreiben in seiner Rangstufe, wie sie sein wird in dem Losanteil der Wahrheit. Nicht darf ein Mann 13. von den Angehörigen des Lagers beanspruchen, einen Mann in die Gemeinde einzuführen, (wohl) aber auf Geheiß des Aufsehers, der dem Lager vorsteht. 14. Und ein Mann von allen, die in den Bund Gottes eingetreten sind, darf keinerlei Handelsgeschäfte mit den Söhnen der Grube betreiben, 15. abgesehen (vom Kaufen) aus einer Hand zur anderen. Und nicht darf ein Mann irgend etwas tun bezüglich des Kaufens und des Verkaufens, abgesehen davon, daß er 16. dem Aufseher Mitteilung gemacht hat, der im Lager ist. Und er soll machen [.] nh und nicht jl..]b zu 17. [.] und ebenso wenn er sein Weib verstößt und er j[ ... ]. 18. und sie werden ihm antworten. Aber in huldvoller Liebe darf er ihnen nicht grollen [.]hb[..] 19. hm, aber denjenigen, der nicht verstrickt war in [...] 20. [..]

Und dies ist (die Ordnung) für die Tagung der Lager für alle (Zeiten der Ruchlosigkeit. Und alle die, 21. die diese (Regeln) verschmähen), werden keinen Erfolg haben, wenn sie ihr Land wieder bewohnen wollen. 22. [..]lh h .. Im .. 11 ... ]

XIV.

1. wie sie nicht gekommen sind von dem Tag an, da Ephraim von Juda abfiel (Jes. 7, 17). Aber allen, die in diesen (Geboten) wandeln, 2. steht der Bund Gottes gewiß fest, daß sie errettet werden von allen Fallen der Grube, denn Törichte übertreten und werden bestraft. 3. Ordnung für die Tagung aller Lager. Sie alle sollen mit ihren Namen gemustert werden, die Priester an erster Stelle, 4. und die Lewiten an zweiter Stelle, und die Kinder Israel an dritter Stelle und die Fremdlinge (Proselyten) an vierter Stelle. Und sie sollen mit ihren Namen eingeschrieben werden, 5. einer nach dem anderen, zuerst die Priester, dann die Lewiten, die Kinder Israel 6. als dritte und die Proselyten an vierter Stelle. Und ebenso sollen sie sitzen, und ebenso sollen sie befragt werden zu allen (Angelegenheiten). Und der Priester, 7. der den Vielen vorgesetzt ist, soll 30 bis 60 Jahre alt sein, erfahren im Buch 8. Hehago und in allen Rechtsforderungen der Torah, um sie ihrem Rechtsgebrauch gemäß zu sagen. Und der Aufseher, der 9. für alle Lager bestimmt ist, soll 30 bis 50 Jahre alt sein, kundig in jeglichem 10. Umgang mit Menschen und in allen Spracharten. Auf sein Geheiß sollen die Mitglieder der Gemeinde kommen, 11. ein jeder der Reihe nach. Und jegliches Wort, das irgend einer von den Menschen zu sagen hat, soll er dem Aufseher sagen, 12. (sofern es) irgend einen Rechtsstreit oder einen Urteilsspruch (betrifft).

Und das ist die Ordnung der Vielen, um alle ihre Anliegen festzusetzen. Den Lohn 13. von zwei Tagen pro Monat und als Minimum" sollen sie in die Hand des Aufsehers geben, und die Richter 14. sollen davon geben für die Waisen, und davon sollen sie unterstützen den Elenden und Armen, und (weiterhin) für den Greis, der 15. im Sterben liegt« und für den Mann, der obdachlos ist, und für den, der zu einem fremden Volk in die Gefangenschaft geführt wird, und für die Jungfrau, die 16. (keinen Löser hat, und für den), dem keiner irgend eine Arbeit .. verschafft, und für den [..] 17. [..] Und das ist die Darlegung der Tagung [..] 18. [..] Und das ist die Darlegung der Rechtssätze, die [..] 19. [Gesalbt]er aus Aaron und Israel, und er wird sühnen unsere Sünde [..] 20. [.] (und der trügerisch) mit dem Geld (umgeht), und er, ja er wird erkannt werden [..] 21. [.] büßen sechs Tage. Und wer da spricht [..] 22. [..] 'bms [..] h (Nicht soll er schwören)

XV.

1. beim Namen, weder bei Aleph/Lamed noch bei Aleph/Daleth, abgesehen von dem Eid des (Bundes) 2. innerhalb der Flüche des Bundes. Aber die Torah des Mose darf man nicht erwähnen, (denn der Name Gottes ist darin). 3. Und wenn einer schwört und übertritt es, dann hat er den Namen entweiht. Und wenn (er schwört) innerhalb der Bundesflüche, (so sei es) auf Geheiß der 4. Richter. Und wenn er es übertritt, so ist er schuldig, und er soll ein Bekenntnis ablegen und die Umkehr vollziehen und wird dann nicht die Todesstrafe erleiden. 5. Und (was anbetrifft sowohl jeden), der in den Bund eintritt zu den Kindern Israels hinsichtlich der ewigen Satzung, als auch ihre Söhne, die noch 6. übertreten müssen zu den Gemusterten, jene sollen diesen den Eid des Bundes auferlegen. Und so 7. bleibt es die Regel in der gesamten Zeit der Ruchlosigkeit für jeden, der von seinem verderbten Weg umkehrt. An dem Tag, an dem er spricht 8. mit dem Aufseher über die Vielen, sollen sie ihn stellen in den Eid des Bundes, den geschlossen hat 9. Mose mit Israel, (nämlich) den Bund, zurückzukehren zur Torah des Mose aus ganzem Herzen und ganzer 10. Seele, (d. h.) zu dem, was in ihnen (nämlich den Gesetzen) gefunden wird, daß man es tun müsse während der gesamten Zeit der Ruchlosigkeit. Nicht darf ein Mann ihn wissen lassen die 11. Rechtssätze, bis er steht vor dem Aufseher, damit er sich nicht täuschen lasse, wenn er ihn befragt. 12. Und gleich wie er es ihm auferlegt, zurückzukehren zur Torah des Mose von ganzem Herzen und aus ganzer Seele 13. [.] jm [.] von ihm, wenn er j [.] l [.] und alles, was von der Torah geoffenbart wird, zu streiten 14. [.] s [.] bw [.]. der Aufseher ihn und legt ihm den Befehl auf und er [.] 15. bd [.] mjm [.] lp [.] [.] ihn zu töten (?) '[.] h und einen unsinnigen und jeden [.] 16. wk' [..] l [..] bis [.] Gottes 17. wbhh-t [...] bt 18. und er [ .] 19. [....] 20. [....]

XVI

1. mit euch den Bund und mit ganz Israel. Deshalb soll ein jeder es auf seine Seele legen, zurückzukehren zu 2. der Torah des Mose, denn darin ist jegliches genau festgelegt. Und die Deutung ihrer Zeitperioden, innerhalb deren Israel blind 3. ist für alle diese Dinge, siehe, das ist genau festgelegt in dem Buch der Einteilungen der Zeiten 4. nach ihren Jobeljahren und ihren Wochen. Und an dem Tag, an dem der Mann es auf sich nimmt, zurückzukehren 5. zur Torah des Mose, wird der Engel der Anfeindung von ihm weichen, wenn er seine Worte einhält. 6. Deswegen wurde Abraham beschnitten an dem Tag seiner Erkenntnis. Und wie er gesagt hat: "Das, was deine Lippen verläßt, 7. sollst du bewahren" (5. Mose 23, 24), um es zu halten. Jeden verpflichtenden Eid, den einer auf sich nimmt, 8. um ein Wort aus der Torah zu erfüllen, soll er selbst um den Preis des Todes nicht lösen. Alles, was 9. ein Mann auf sich nimmt, um vom Gesetz abzuweichen, soll er nicht ausführen selbst um den Preis des Todes. 10. Und was den Eid eines Weibes angeht, von welchem gesagt ist: "Ihr Mann muß ihren Eid unwirksam machen". Nicht 11. soll ein Mann einen Eid aufheben, von dem er nicht weiß, ob er auszuführen ist oder ob er unwirksam zu machen ist. 12. Wenn er dazu führt, den Bund zu übertreten, so ist er aufzuheben und nicht auszuführen. Und gleicher Art ist das Recht für ihren Vater. 13. Was das Recht der freiwilligen Opfer anbetrifft, so darf ein Mann nichts dem Altar geloben zwangsweise. Und auch 14. die Priester dürfen von Israel nichts zwangsweise (Gelobtes) annehmen. Und` nicht soll ein Mann weihen die Speise, 15. die für den Mund (bestimmt ist.) Darüber ist gesagt: "Sie jagen einander mit dem Netz". Und nicht 16. darf man weihen irgendetwas von allem [...] seines Besitzes 17. soll er weihen [....] es soll büßen 18. der Gelobende [....] 19. für den Richter [....] 20. [....]


Text B

XIX.

1. zuverlässig sind sie für sie, auf daß sie leben sollen tausend Generationen, wie geschrieben ist: "Er bewahrt den Bund und die Huld 2. denen, die ihn lieben und seine Gebote beachten auf tausend Generationen" (5. Mose 7, 9). Und wenn sie in Lagern wohnen entsprechend der Ordnung 3. des Landes, die seit alter Zeit besteht, dann sollen sie Frauen nehmen gemäß dem Brauch der Torah und sollen Kinder erzeugen 4. und nach dem Geheiß der Torah wandeln, wie es dem Recht der Anordnungen der Torahordnung gemäß entspricht, 5. gleichwie er gesagt hat: "Zwischen einem Mann und seiner Frau und zwischen einem Vater und seinem Kind" (4. Mose 30, 17). Aber allen, die da die Gebote 6. und die Satzungen ablehnen, soll das ruchlose Tun vergolten werden, wenn Gott das Land heimsucht, 7. indem das Wort eintritt, das durch den Propheten Sacharja geschrieben ist: "Schwert, wache auf wider 8. meinen Hirten und wider den Mann meiner Gemeinschaft - hat Gott gesagt -, schlage den Hirten, und die Herde soll zerstreut werden 9. Und ich will wenden meine Hand wider die Geringen" (Sach. 13,7) Und "die ihn bewahren", das sind die Armen der Herde. 10. Diese werden entrinnen in der Zeit der Heimsuchung. Aber die Übrigbleibenden werden dem Schwert ausgeliefert werden beim Kommen des Messias aus 11. Aaron und Israel; gleichwie es gewesen ist in der Zeit der ersten Heimsuchung, von der er gesagt hat 12. durch Ezechiel "zu setzen das Kennzeichen auf die Stirnen der Stöhnenden und Klagenden" (Hes. 9, 4). 13. Aber die Übrigbleibenden sind überliefert worden dem Schwert, das die Rache für den Bund rächt. Und ebenso ist das Gericht über alle, die da beigetreten sind 14. seinem Bund, aber nicht an der den Satzungen geltenden Verpflichtung festhalten, so daß sie heimgesucht werden zur Vernichtung durch Belial. 15. Das ist der Tag, an dem Gott heimsucht, wie er gesagt hat: "Die Fürsten Judas sind wie Grenzverrücker" (Hos. 5, 10a). 16. Über sie will ich ausgießen wie Wasser Grimm. Denn sie sind gegangen in den Bund der Umkehr, 17. aber sie sind nicht abgewichen von dem Weg der Treulosen und haben sich mutwillig auf hurerischen Wegen umhergetrieben und im ruchlosen Reichtum, 18. und ein jeder übte Rache und Groll an seinem Bruder und haßten einander und entzogen sich ein jeder 19. dem Blutsverwandten und gaben Raum der Schandtat und taten sich groß mit Reichtum und Gewinn. Und sie taten 20. ein jeder das, was recht in seinen Augen war, und wählten ein jeder seines Herzens Starrsinn und trennten sich nicht vom Volk 21. und seiner Sünde. Und sie arteten aus mit erhobener Hand, indem sie auf den Wegen der Ruchlosen gingen, wie 22. Gott über sie gesagt hat: "Drachengift und grausame Otterngalle ist ihr Wein" (5. Mose 32, 33). "Die Drachen" 23. sind die Könige der Nationen! Und "ihr Wein", das sind ihre Wege, und "Otterngalle", das ist das Haupt 24. der Könige von Jawan, das über sie kommt, um Rache zu üben. Aber in alle diese Dinge haben nicht Einsicht gewonnen die Erbauer 25. der Mauer und die Lehmtüncher, denn einer wandelt im Wind und wägt Sturmwinde und weissagt den Menschen 26. zur Lüge, so daß entbrannt ist der Zorn Gottes wider seine gesamte Gemeinde. Und wie Mose gesagt hat 27. zu Israel: "Nicht durch deine Gerechtigkeit noch durch die Redlichkeit deines Herzens bist du gekommen, diese Völker zu vertreiben, 28. sondern weil er deine Väter liebte und den Eid bewahrte" (5. Mose 9, 5). Ebenso 29. ist die Entscheidung für die, die in Israel umkehrten. Sie haben sich abgewendet von dem Weg des Volkes.

Mit der Liebe, mit der Gott die Vorfahren liebte, 30. die wider das Volk Zeuge waren als Gottgehorsame, liebt er diejenigen, die nach ihnen kamen, denn ihnen 31. gehört der Bund der Väter zu; aber es haßt und verabscheut Gott die Erbauer der Mauer, und sein Zorn ist entbrannt wider sie und wider alle, 32. die ihnen nachgehen. Und diesem Gericht entsprechend ergeht es jedem, der die Gebote Gottes verschmäht 33. und sie verläßt und in den Starrsinn seines Herzens sich begibt. Ebenso sind alle Männer, die in den neuen Bund eingetreten sind 34. im Land Damaskus und haben wieder treulos gehandelt und sind abgewichen von dem Brunnen lebendigen Wassers. 35. Nicht werden sie gerechnet in den Kreis des Volkes, und in seine Schrift werden sie nicht eingeschrieben vom Tag der Wegnahme

XX.

1. des alleinigen Lehrers bis zum Auftreten des Messias aus Aaron und Israel. Und ebenso ist die Entscheidung 2. über alle, die da eintreten in die Gemeinde der Männer mit vollkommener Heiligkeit. Und scheut er zurück vor dem Tun der Vorschriften der Redlichen, 3. so ist er der Mann, der inmitten eines Ofens zum Schmelzen gebracht wird. Wenn seine Taten ans Licht kommen, wird er von der Gemeinde fortgeschickt werden 4. wie einer, dessen Los nicht gefallen ist in die Mitte der Gottesjünger. Nach Maßgabe seines Treubruches sollen ihn nennen die Männer 5. der Erkenntnis bis zu dem Tag, an dem er wieder am Standort der Männer der vollkommenen Heiligkeit stehen darf. 6. Und wenn seine Werke ans Licht kommen nach Maßgabe der Auslegung der Torah, 7. in welcher die Männer der vollkommenen Heiligkeit wandeln, so darf keiner mit ihm zusammenhalten im Reichtum und in der Arbeit, 8. denn verflucht haben ihn alle Heiligen des Höchsten.

Diesem Gericht entsprechend ergeht es jedem, mag er sich nun unter den Früheren 9. oder den Späteren befinden - von welchen gelten muß, daß sie Götzen in ihr Herz genommen haben und sind im Starrsinn 10. ihres Herzens gewandelt. Für sie besteht kein Anteil am Haus des Gesetzes. Gemäß dem Gericht über ihre Genossen, die sich umgewendet haben 11. zusammen mit den Männern des Geschwätzes, sollen sie gerichtet werden, denn sie haben Irriges geredet wider die Gesetze der Gerechtigkeit und haben verschmäht 12. den zuverlässigen Bund, den sie bekräftigt hatten im Lande Damaskus, d. h. den neuen Bund. 13. Weder ihnen noch ihren Sippen wird Anteil sein am Hause des Gesetzes.

Und von dem Tage, 14. an dem der alleinige Lehrer fortgenommen wurde, an bis zur Vernichtung aller Männer des Streites, die gegangen waren 15. mit dem Mann der Lüge, sind etwa 40 Jahre. Und in jener Zeit entbrennt 16. der Zorn Gottes gegen Israel, gleichwie er gesagt hat: "Nicht wird ein König sein noch ein Beamter noch ein Richter noch einer, 17. der in Gerechtigkeit schlichtet" (Hos. 3,4). Die aber umgekehrt sind von den Sünden Jakobs, haben den Bund Gottes bewahrt. Dann wird ein Mann 18. zu seinem Genossen sagen, daß sie einander prüfen sollen, daß ihr Schritt an dem Weg Gottes festhalte, und 19. Gott wird auf ihre Worte aufmerken und wird hören, und es wird geschrieben werden ein Buch des Gedenkens Gottes für die Gottesfürchtigen, die da achthaben 20. auf seinen Namen, bis daß aufsteigen wird die Leuchte des Heils und der Gerechtigkeit für die Gottesfürchtigen. Und ihr werdet wieder sehen den Unterschied zwischen einem Gerechten 21. und einem Ruchlosen, zwischen einem Knecht Gottes und einem, der nicht sein Knecht ist. Und er wird Hulderweisungen vollziehen an denen, die ihn lieben 22. und seine Gebote bewahren, auf tausend Generationen um des Hauses Peleg willen, die aus der heiligen Stadt ausgezogen sind 23. und stützten sich auf Gott in der Zeit, als Israel Treubruch verübte und das Heiligtum verunreinigte, sie aber wandten sich hin zu 24. Gott. Und er brachte das Volk zum Schweigen mit wenigen Worten. Sie alle, jeder einzelne nach der Maßgabe seines Geistes, sollen gerichtet werden dem Ratschluß 25. seiner Heiligkeit zufolge. Aber alle, die die Schranke der Torah durchbrechen, gehören indessen zu denen, die in den Bund eingetreten sind, sollen beim Erscheinen 26. der Herrlichkeit Gottes für Israel ausgerottet werden aus der Mitte des Lagers und mit ihnen alle aus Juda, die sich schuldig machen 27. in den Tagen seiner Läuterung. Alle aber, - die da festhalten an diesen Rechtsforderungen, indem sie aus- und 28. eingehen nach dem Geheiß der Torah und hören auf die Stimme des Lehrers und bekennen vor Gott: "Wir, 29. ja wir haben ruchlos gehandelt, sowohl wir als auch unsere Väter, durch den Wandel, der sich den Satzungen des Bundes widersetzte. Gerechtigkeit und 30. Wahrheit sind deine Gerichte wider uns", und nicht die Hand erheben wider die Gebote seiner Heiligkeit und die Gerichte 31. seiner Gerechtigkeit und Zeugnisse reiner Wahrheit, und sich zurechtweisen lassen durch die früheren Gerichte, mit welchen 32. gerichtet wurden die Männer des Einzigen, und auf die Stimme des Lehrers der Gerechtigkeit lauschen und nicht rückgängig machen 33. die Satzungen der Gerechtigkeit, wenn sie sie hören, - ja, sie sollen fröhlich sein und sich freuen, und ihr Herz soll stark werden, und sie sollen sich überlegen zeigen 34. Über alle Kinder des Erdkreises, und Gott wird ihnen vergeben und sie werden schauen auf sein Heil, denn sie haben sich zu seinem heiligen Namen geflüchtet.


Die Übersetzung folgt der Textausgabe von Leonhard Rost, Die Damaskusschrift (Kleine Texte 167, 1933).
Aus: Bardtke, Hans: "Die Handschriftenfunde am Toten Meer", Berlin, 1958


Fußnoten

1 oder besser: "die Hütten (Sukot) eures Königs"
2 entweder "Kijun" für "Statue" - oder aber "Kewan" im Sinne eines Opferkuchens, der das Abbild der Gottheit trug (s.a. Gesenius, Handwörterbuch zum AT, Verlag von F.C.W. Vogel, Leipzig 1921, 17. Auflage, Seite 338)