Gemeinderegel (1QS)

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I

1 ...[ ... Buch der Ord1 ]nung der Gemeinschaft: Gott zu suchen 2 [mit ganzem Herzen und ganzer Seele2,] das in Seinen Augen Gute und Richtige zu tun, wie er 3 befohlen hat durch Mose und durch alle seine Knechte, die Propheten, und alles zu lieben, 4 was er erwählt hat, und alles zu hassen, was er verworfen hat; sich von allem Bösen fernzuhalten, 5 aber festzuhalten an allen guten Taten; und Wahrheit, Gerechtigkeit und Recht zu tun 6 im Lande; aber nicht mehr zu wandeln in der Verstocktheit eines schuldigen Herzens und (mit) Augen der Unzucht, 7 alles Böse zu tun; und alle, die willig sind, (nach) Gottes Anordnungen zu handeln, 8 in den Bund der Barmherzigkeit zu bringen; in der Ratsversammlung Gottes vereint zu sein und vor ihm vollkommen zu wandeln (gemäß) allem, 9 was offenbart wurde für die festgelegten Zeiten; und alle Söhne des Lichtes zu lieben, jeden 10 nach seinem Los in der Ratsversammlung Gottes, aber alle Söhne der Finsternis zu hassen, jeden nach seiner Schuld 11 an Gottes Rache. Und alle, die sich willig erweisen für seine Wahrheit, sollen all ihr Wissen und ihre Kraft 12 und ihren Besitz in die Gemeinschaft Gottes (ein)bringen, um ihr Wissen zu prüfen in der Wahrheit der Anordnungen Gottes und ihre Kraft zu ordnen 13 nach der Vollkommenheit seiner Wege und all ihren Besitz nach seinem gerechten Rat; (auch) nicht ein einziges 14 von allen Worten Gottes zu übertreten in ihrem (ganzen) Umfang und nicht ihren Zeiten zuvorzukommen und sich nicht zu verspäten 15 mit all ihren Festzeiten; und nicht abzuweichen von den Anordnungen seiner Wahrheit, nach rechts oder links zu gehen. 16 Und alle, die in die Ordnung der Gemeinschaft kommen, sollen eintreten in den Bund vor Gott, zu tun 17 entsprechend allem, was er befohlen hat, und sich nicht abzuwenden von ihm aus irgendeiner Angst, Furcht oder Prüfung, 18 die unter der Herrschaft Belials [ein]tret[en] werden. Und wenn sie in den Bund eintreten, sollen die Priester 19 und Leviten den Gott der Heilstaten preisen und alle Werke seiner Treue; und alle, 20 die in den Bund eintreten, sollen nach ihnen sprechen: Amen, Amen. 21 Und die Priester sollen erzählen die gerechten Taten Gottes in ihren machtvollen Werken 22 und verkünden alles gnädige Erbarmen über Israel. Und die Leviten sollen erzählen 23 die Sünden der Israeliten und alle Übertretungen ihrer Schuld und ihre Sünde(n) unter der Herrschaft 24 Belials. [Und alle,] die in den Bund eintreten, sollen nach ihnen bekennen mit folgenden Worten: Wir haben Unrecht getan, 25 [Übertretungen begangen, gesün]digt, gottlos gehandelt, wir [und] unsere [Vä]ter vor uns, als wir wandelten 26 [im Gegensatz zu den Geboten] der Wahrheit und Gerechtig[keit ... ] sein Gericht an uns und [unseren ]Vätern.

II

1 Aber das Erbarmen seiner Barmherzigkeit hat er uns erzeigt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und die Priester sollen segnen alle 2 Männer des Gottesloses, die vollkommen wandeln in allen seinen Wegen, und sprechen: Er segne dich mit allem 3 Guten und behüte dich vor allem Bösen und erleuchte dein Herz mit Einsicht des Lebens und sei dir gnädig mit ewigem Wissen, 4 und er erhebe sein gnädiges Angesicht auf dich zu ewigem Frieden! Aber die Leviten sollen verfluchen alle Männer 5 des Loses Belials, anheben und sprechen: Verflucht seist du in allen gottlosen Werken deiner Schuld! Möge Gott dir 6 Schrecken geben durch die Hand aller Rächer und dir Vernichtung nachsenden durch die Hand aller, die Vergeltung heimzahlen. 7 Verflucht seist du ohne Erbarmen entsprechend der Finsternis deiner Taten, und verdammt seist du 8 in Finsternis ewigen Feuers. Gott sei dir nicht gnädig, wenn du ihn anrufst, und er vergebe nicht, deine Sünden zu sühnen. 9 Er erhebe sein zorniges Angesicht zur Rache an dir, und kein Friede werde dir zuteil im Munde aller derer, die an den Vätern festhalten. 10 Und alle, die in den Bund eintreten, sollen nach denen, die segnen, und denen, die verfluchen, sprechen: Amen, Amen. 11 Und die Priester und Leviten sollen fortfahren und sagen: Verflucht sei der, der mit den Götzen seines Herzens übertritt, 12 wenn er in diesen Bund eintritt und den Anstoß seiner Sünde vor sich hinstellt, um dadurch abtrünnig zu werden. Und geschieht es, 13 wenn er die Worte dieses Bundes hört, daß er sich in seinem Herzen segnet und spricht: Friede sei mit mir, 14 wenn ich auch in der Verstocktheit meines Herzens wandle, - so werde sein Geist vernichtet, das Trockene mitsamt dem Feuchten, ohne 15 Vergebung. Der Zorn Gottes und der Grimm seiner Gerichte mögen aufflammen gegen ihn zu ewiger Vernichtung. Es mögen ihm anhaften alle 16 Flüche dieses Bundes, und Gott möge ihn absondern zum Unheil, daß er ausgetilgt werde aus der Mitte aller Söhne des Lichtes, weil er abtrünnig geworden ist 17 von Gott durch seine Götzen und den Anstoß seiner Sünde. Er möge sein Los in die Mitte der ewig Verfluchten setzen! 18 Und alle, die in den Bund eintreten, sollen antworten und nach ihnen sprechen: Amen, Amen. 19 So sollen sie Jahr um Jahr tun, solange die Herrschaft Belials währt. Die Priester sollen 20 zuerst in die Ordnung eintreten entsprechend ihren Geistern, einer nach dem anderen. Und die Leviten sollen nach ihnen eintreten, 21 und das ganze Volk soll an dritter Stelle eintreten in die Ordnung, einer nach dem anderen, zu Tausenden, Hunderten, 22 Fünfzig und Zehn, so daß jeder Mann in Israel die ihm zugewiesene Stellung in der Gemeinschaft Gottes kennt 23 zu ewigem Rat. Und kein Mann sei niedriger als die ihm zugewiesene Stellung, und keiner erhebe sich über den Platz seines Loses; 24 denn alle sollen in der Gemeinschaft der Wahrheit, gütiger Demut, barmherziger Liebe und gerechten Denkens sein, 25 [ei]ner gegen den anderen in heiligem Rat und als Söhne der ewigen Versammlung. Aber jeder, der sich weigert, einzutreten 26 [in den Bund Got]tes, um in der Verstocktheit seines Herzens zu wandeln, soll nicht [in die Ge]meinschaft seiner Wahrheit [kommen]. Denn abgewiesen hat

III

1 seine Seele Unterweisung der Erkenntnis. Die gerechten Satzungen hat er nicht festgehalten, um sein Leben zur Umkehr zu bringen, und unter die Rechtschaffenen darf er nicht gerechnet werden. 2 Und sein Wissen, seine Kraft und seinen Besitz soll man nicht in den Rat der Gemeinschaft bringen; denn nach bösem Frevel (geht) sein Streben und Befleckungen haften 3 an seiner Umkehr. Und nicht ist er gerecht, solange er die Verstocktheit seines Herzens gewähren läßt. Und Finsternis schaut er für Wege des Lichtes, unter die Vollkommenen 4 darf er nicht gerechnet werden. Nicht wird er entsühnt durch Sühnungen, und nicht darf er sich reinigen durch Reinigungswasser, und nicht darf er sich heiligen in Meereswasser 5 oder Flüssen, und nicht darf er sich reinigen durch irgendein Wasser der Waschung. Unrein, unrein soll er sein alle Tage, da er verwirft die Satzungen 6 Gottes, ohne sich zurechtweisen zu lassen in der Gemeinschaft seines Rates. Denn durch den Geist des wahrhaftigen Rates Gottes werden die Wege eines Mannes entsühnt, alle 7 seine Sünden, so daß er das Licht des Lebens erblicken kann. Und durch den heiligen Geist (,der) der Gemeinschaft in seiner Wahrheit (gegeben ist,) wird er gereinigt von allen 8 seinen Sünden, und durch den Geist der Rechtschaffenheit und Demut wird seine Sünde gesühnt. Und wenn er seine Seele demütigt unter alle Gebote Gottes, wird sein Fleisch gereinigt werden, 9 daß man ihn mit Reinigungswasser besprenge und daß er sich heilige durch Wasser der Reinheit. Dann wird er seine Schritte darauf lenken, vollkommen zu wandeln 10 auf allen Wegen Gottes, wie er befohlen hat für die von ihm bestimmten Zeiten, und nicht nach rechts oder links abzuweichen und nicht 11 eines von allen seinen Worten zu übertreten. Dann wird er wohlgefällig sein durch angenehme Sühnungen vor Gott, und das wird ihm werden zum Bund 12 ewiger Gemeinschaft.
13 Für den Unterweiser, um zu unterweisen und zu belehren alle Söhne des Lichtes über den Ursprung aller Menschenkinder 14 hinsichtlich aller Arten ihrer Geister, über ihre Kennzeichen gemäß ihren Taten in ihren Generationen und hinsichtlich der Heimsuchung ihrer Plagen mit 15 den Zeiten ihres Friedens. Vom Gott der Erkenntnis kommt alles Sein und Geschehen. Ehe sie sind, hat er ihren ganzen Plan festgesetzt. 16 Und wenn sie da sind zu ihrer Bestimmung, so erfüllen sie nach seinem herrlichen Plan ihr Werk, und keine Änderung gibt es. In seiner Hand 17 liegen die Satzungen für alles, und er sorgt für sie in all ihren Geschäften. Und er schuf den Menschen zur Herrschaft 18 über den Erdkreis und bestimmte ihm zwei Geister, darin zu wandeln bis zur vorbestimmten Zeit seiner Heimsuchung. Das sind die Geister 19 der Wahrheit und des Frevels. An der Quelle des Lichtes ist der Ursprung der Wahrheit, aber aus der Quelle der Finsternis kommt der Ursprung des Frevels. 20 In der Hand des Fürsten des Lichtes liegt die Herrschaft über alle Söhne der Gerechtigkeit, auf den Wegen des Lichtes wandeln sie. Aber in der Hand des Engels 21 der Finsternis liegt alle Herrschaft über die Söhne des Frevels, und auf den Wegen der Finsternis wandeln sie. Und durch den Engel der Finsternis geschieht Verirrung 22 aller Söhne der Gerechtigkeit, und alle ihre Sünde, Missetaten und Schuld und die Verstöße ihrer Taten kommen durch seine Herrschaft 23 entsprechend den Geheimnissen Gottes bis zu seiner Zeit. Und alle ihre Plagen und die festgesetzten Zeiten ihrer Drangsal kommen durch die Herrschaft seiner Anfeindung. 24 Und alle Geister seines Loses suchen die Söhne des Lichtes zu Fall zu bringen. Aber der Gott Israels und der Engel seiner Wahrheit helfen allen 25 Söhnen des Lichtes. Und er hat die Geister des Lichtes und der Finsternis geschaffen, und auf sie hat er jedes Werk gegründet 26 [und auf] ihre [Wege] jeden Dienst. Den einen (Geist) liebt Gott in alle

IV

1 Ewigkeit, und an allen seinen Taten hat er Wohlgefallen für immer. Den anderen, seinen Rat verabscheut er, und alle seine Wege haßt er ewiglich. 2 Und das sind ihre Wege in der Welt: das Herz des Menschen zu erleuchten und alle Wege wahrer Gerechtigkeit vor ihm zu ebnen und sein Herz in Furcht zu versetzen vor den Gerichten 3 Gottes; und einen Geist der Demut und Langmut und reiches Erbarmen und ewige Güte und Klugheit und Einsicht und mächtige Weisheit, die vertraut auf alle 4 Werke Gottes und sich stützt auf seine reiche Gnade, und einen Geist der Erkenntnis in jedem Plan eines Werkes, Eifer um die gerechten Gerichte und heiliges Vornehmen 5 in festem Streben und reiche Liebe zu allen Söhnen der Wahrheit und glänzende Reinheit, die alle unreinen Götzen verabscheut, und demütig wandeln 6 in Klugheit in allen Dingen und schweigen über die Wahrheit der Geheimnisse der Erkenntnis. Dies sind die Ratschläge des Geistes für die Söhne der Wahrheit (in) der Welt. Und die Heimsuchung aller, die in ihm wandeln, geschieht zu Heilung 7 und Übermaß des Friedens, solange die Tage währen, und Fruchtbarkeit des Samens mit allen ewigen Segnungen und ewiger Freude in immerwährendem Leben und einem Kranz der Herrlichkeit 8 mit prachtvollem Gewand in ewigem Licht.
9 Aber zum Geist des Frevels gehören Habgier und Trägheit der Hände im Dienst der Gerechtigkeit, Bosheit und Lüge, Stolz und Hochmut des Herzens, Betrug und Täuschung, Grausamkeit 10 und große Gottlosigkeit, Jähzorn und Übermaß an Torheit und stolze Eifersucht, Greueltaten im Geist der Hurerei und Wege des Schmutzes im Dienst der Unreinheit 11 und eine Lästerzunge, Blindheit der Augen und Taubheit der Ohren, Halsstarrigkeit und Hartherzigkeit, um zu wandeln auf allen Wegen der Finsternis und böser List. Und die Heimsuchung 12 aller, die darin wandeln, geschieht zu Übermaß an Plagen durch die Hand aller Plageengel, zu ewigem Verderben durch Gottes rächenden Zorngrimm, zu immerwährendem Zittern und ewiger Schmach 13 mit Schande der Vernichtung in finsterem Feuer. Und alle ihre Zeiten werden für ihre Geschlechter (verbracht) in trauerndem jammern und bitterem Unglück, in finsterem Verderben, bis 14 sie vernichtet sind, ohne daß ein Rest oder Entronnene ihnen bleiben.
15 In diesen (beiden Geistern) befindet sich der Ursprung aller Menschen, und an ihren Klassen haben Anteil all ihre Scharen in ihren Geschlechtern. Auf ihren Wegen wandeln sie, und alles Tun 16 ihrer Werke geschieht in ihren Klassen entsprechend dem Anteil eines jeden, es sei viel, es sei wenig, für alle ewigen Zeiten. Denn Gott hat sie Seite an Seite gesetzt bis zur letzten Zeit 17 und hat ewigen Streit bestimmt zwischen ihren Klassen. Ein Greuel für die Wahrheit sind die Taten des Frevels, und ein Greuel für den Frevel sind die Wege der Wahrheit. Eifervoller 18 Streit ist bei all ihren Satzungen; denn sie können nicht gemeinsam wandeln. Aber Gott hat in den Geheimnissen seiner Einsicht und in seiner herrlichen Weisheit ein Ende gesetzt für das Bestehen des Frevels, und zur festgesetzten Zeit 19 der Heimsuchung wird er ihn vernichten auf ewig. Und dann wird die Wahrheit der Welt für immer hervorkommen; denn sie hat sich dahingeschleppt auf den Wegen der Gottlosigkeit unter der Herrschaft des Frevels bis zum 20 Zeitpunkt des bestimmten Gerichtes. Und dann wird Gott durch seine Wahrheit alle Werke des Menschen läutern und wird sich einige aus den Menschenkindern reinigen, indem er allen Geist des Frevels aus dem Innern 21 ihres Fleisches tilgt und sie reinigt durch heiligen Geist von allen gottlosen Taten. Und er wird über sie sprengen den Geist der Wahrheit wie Reinigungswasser (zur Reinigung) von allen Greueln der Lüge und dem Sich-Wälzen 22 in unsauberem Geist, um die Rechtschaffenen zu unterweisen in der Erkenntnis des Höchsten und der Wahrheit der Söhne des Himmels und klug zu machen, die vollkommen im Wandel sind. Denn sie hat Gott erwählt zum ewigen Bund, 23 und ihnen gehört alle Herrlichkeit des Menschen. Und Frevel wird nicht mehr sein, zuschanden werden alle Werke des Trugs. Bis dahin kämpfen die Geister der Wahrheit und des Frevels. Im Herzen des Menschen 24 wandeln sie in Weisheit und in Torheit, und entsprechend dem Erbteil eines Menschen an Wahrheit und Gerechtigkeit haßt er den Frevel, und entsprechend seinem Anteil am Lose des Frevels handelt er gottlos in ihm und 25 verabscheut die Wahrheit. Denn Seite an Seite hat sie Gott gesetzt bis zur bestimmten Zeit und zur neuen Schöpfung. Und er weiß um das Wirken ihrer Werke zu allen [ewigen] Zeiten. 26 Und er gab sie den Menschen zum Anteil, damit sie Gutes [und Böses] erkennen können, [um] das Los zu werfen über jedes Lebewesen entsprechend seinem Geist [zur festgesetzten Zeit der] Heimsuchung.

V

1 Und dies ist die Ordnung für die Männer der Gemeinschaft, die sich willig erweisen, umzukehren von allem Bösen und festzuhalten an allem, was er befohlen hat nach seinem Wohlgefallen, daß sie sich scheiden von der Versammlung 2 der Männer des Frevels, daß sie gehören zur Gemeinschaft im Gesetz und im Besitz und verantwortlich sind gegenüber den Söhnen Zadoqs, den Priestern, die den Bund wahren, und gegenüber der Menge der Männer 3 der Gemeinschaft, die am Bund festhalten. Nach ihrer Weisung erfolgt die Bestimmung des Loses bei jeder Angelegenheit betreffs des Gesetzes und des Besitzes und des Rechts, damit sie Treue, Eintracht und Demut üben, 4 Gerechtigkeit und Recht und herzliche Liebe und demütigen Wandel auf allen ihren Wegen, aber keiner in der Verstocktheit seines Herzens wandle, in die Irre zu gehen nach seinem Herzen 5 und seinen Augen und dem Sinnen seines Triebes. Sondern sie sollen beschneiden in der Gemeinschaft die Vorhaut des Triebes und die Halsstarrigkeit, um ein Fundament der Wahrheit für Israel zu legen für die Gemeinschaft eines ewigen Bundes, 6 um Sühne zu schaffen für alle, die sich willig erweisen zum Heiligtum in Aaron und dem Hause der Wahrheit in Israel, und für die, die sich ihnen anschließen zur Gemeinschaft und zu Streit und Gericht, 7 um alle zu verdammen, die das Gebot übertreten. Und dies ist die Weisung für ihre Wege betreffs all dieser Gebote, wenn sie versammelt sind zur Gemeinschaft. jeder, der in den Rat der Gemeinschaft kommt, 8 soll in den Bund Gottes eintreten in Gegenwart aller, die sich willig erwiesen haben. Und er soll sich durch einen bindenden Eid verpflichten, umzukehren zum Gesetz Moses gemäß allem, was er befohlen hat, von ganzem 9 Herzen und ganzer Seele, zu allem, was von ihm offenbart ist den Söhnen Zadoqs, den Priestern, die den Bund wahren und seinen Willen erforschen, und der Menge der Männer ihres Bundes, 10 die sich zusammen willig erwiesen haben zu seiner Wahrheit und zum Wandel in seinem Willen. Er soll sich durch den Bund(esschluß) binden, sich abzusondern von allen Männern des Frevels, die 11 auf gottlosem Wege wandeln; denn sie werden nicht zu seinem Bund gerechnet; denn sie haben nicht gesucht und nicht geforscht in seinen Geboten, um die verborgenen Dinge zu erkennen, in denen sie in die Irre gingen 12 zur Verschuldung. Und die offenbaren Dinge haben sie mit erhobener Hand getan, so daß sie Zorn erwecken zum Gericht und zur Vollstreckung der Rache durch die Flüche des Bundes, so daß gewaltige Gerichte an ihnen vollstreckt werden 13 zu ewiger Vernichtung ohne Rest. Er soll nicht das Wasser betreten, die Reinheit der Männer der Heiligkeit zu berühren, denn sie können nicht gereinigt werden, 14 wenn sie nicht umgekehrt sind von ihrer Bosheit; denn Unreines ist an allen, die sein Wort übertreten. Niemand darf sich mit ihm zusammentun in seiner Arbeit und in seinem Besitz, damit er ihm nicht 15 schuldhafte Übertretung auflade. Sondern er soll sich fernhalten von ihm in jeder Sache; denn so steht geschrieben: Von jeder betrügerischen Sache sollst du dich fernhalten! (Ex. 23, 7). Und keiner von den Männern der Gemeinschaft darf Antwort geben 16 auf ihre Veranlassung hin betreffs irgendeines Gesetzes oder Gebotes. Und keiner soll etwas essen von ihrem Besitz oder trinken oder etwas aus ihrer Hand empfangen, 17 außer gegen einen Kaufpreis, wie geschrieben steht: Laßt ab vom Menschen, in dessen Nase nur ein Hauch ist; denn wofür ist er schon zu halten? (Jes. 2, 22). Denn 18 alle, die nicht zu seinem Bund gerechnet werden, die muß man absondern, (sie) und alles, was ihnen gehört. Und kein Mann der Heiligkeit darf sich stützen auf irgendwelche Werke 19 der Eitelkeit; denn eitel sind alle, die seinen Bund nicht kennen. Und alle, die sein Wort mißachten, wird er vernichten aus der Welt, und alle ihre Werke sind nur Schmutz 20 vor ihm, und Unreinheit haftet an all ihrem Besitz. Und wenn einer in den Bund eintritt, um nach allen diesen Geboten zu handeln, sich dem Rat der Heiligkeit anzuschließen, so sollen sie 21 ihren Geist in der Gemeinschaft untereinander erforschen, hinsichtlich seines Verständnisses und seiner Taten im Gesetz, nach Weisung der Söhne Aarons, die sich willig erwiesen haben in der Gemeinschaft, um 22 seinen Bund aufzurichten und um auf alle seine Gebote zu achten, die er zu tun befohlen hat, und nach Weisung der Menge Israels, die sich willig erwiesen haben, umzukehren in der Gemeinschaft zu seinem Bund. 23 Und man soll sie eintragen in die Ordnung, einen vor dem anderen, entsprechend seinem Verständnis und seinen Taten, damit alle gehorsam sind, einer dem anderen, der Geringere dem Höheren; und man soll 24 ihren Geist prüfen und ihre Taten Jahr um Jahr, um einen jeden entsprechend seinem Verständnis und der Vollkommenheit seines Wandels aufrücken zu lassen oder ihn entsprechend seiner Verkehrtheit zurückzusetzen; man soll zurechtweisen, 25 ein jeder seinen Nächsten in Wahr[heit] und Demut und barmherziger Liebe untereinander. Keiner soll zum anderen sprechen in Zorn oder Murren 26 oder Halsstarrig[keit oder im Eifer3 ] gottlosen Geistes. Und er soll ihn nicht hassen in seinem [unbeschnittenen] Herzen; sondern am selben Tage soll er ihn zurechtweisen, aber nicht

VI

1 soll er seinetwegen Schuld auf sich laden. Ferner soll niemand gegen seinen Nächsten eine Sache vor die Vielen bringen, wenn es nicht vorher zur Zurechtweisung vor Zeugen gekommen ist. Darin 2 sollen sie wandeln in allen ihren Niederlassungen, jeder, der sich dort mit einem anderen befindet. Und sie sollen sich gehorsam erweisen, der Geringere dem Höheren, hinsichtlich Arbeit und Besitz. Und gemeinsam sollen sie essen, 3 gemeinsam Lobsprüche sagen und gemeinsam beraten. Und an jedem Ort, wo zehn Männer vom Rat der Gemeinschaft sind, darf nicht unter ihnen ein 4 Priester fehlen. Und sie sollen jeder entsprechend seiner Rangstufe vor ihm sitzen, und so sollen sie um ihren Rat befragt werden in jeder Angelegenheit. Und wenn sie den Tisch richten, um zu essen, oder den Most, 5 um zu trinken, soll der Priester seine Hand zuerst ausstrecken, um den Lobspruch zu sagen über dem Erstling des Brotes und des Mostes. 6 Und nicht soll an dem Ort, wo zehn Männer sind, einer fehlen, der im Gesetz forscht Tag und Nacht, 7 beständig, einer nach dem anderen. Und die Vielen sollen gemeinsam wachen den dritten Teil aller Nächte des Jahres, um im Buch zu lesen und nach Recht zu forschen 8 und gemeinsam Lobsprüche zu sagen. Das ist die Ordnung für die Sitzung der Vielen, jeder in seiner Rangstufe: Die Priester sollen an erster Stelle sitzen, und die Ältesten an zweiter, und dann alles übrige 9 Volk, sie sollen jeder in seiner Rangstufe sitzen. Und so sollen sie befragt werden hinsichtlich des Rechtes und jeden Ratschlusses und irgendeiner Sache, die vor die Vielen kommt, so daß jeder sein Wissen 10 dem Rat der Gemeinschaft zur Verfügung stellt. Niemand soll mitten in die Worte seines Nächsten hineinreden, bevor sein Bruder aufgehört hat zu sprechen. Auch darf er nicht sprechen vor der Rangstufe dessen, der vor ihm eingeschrieben ist; 11 der Mann, der befragt wird, soll sprechen, wenn er an der Reihe ist. Und in der Sitzung der Vielen soll niemand ein Wort sagen ohne Geheiß der Vielen, und wenn er auch 12 der Aufseher über die Vielen ist. Und jeder Mann, der ein Wort zu den Vielen zu reden hat, der aber nicht das Amt des Mannes hat, der den Rat 13 der Gemeinschaft befragt, der soll aufstehen und sagen: Ich habe ein Wort zu reden zu den Vielen. Wenn sie es ihm erlauben, so darf er reden. Jeden, der sich aus Israel willig zeigt, 14 sich dem Rat der Gemeinschaft anzuschließen, soll der Aufseher, der an der Spitze der Vielen steht, prüfen auf sein Verständnis und seine Werke. Und wenn er Zucht annimmt, dann soll er ihn 15 in den Bund bringen, daß er umkehre zur Wahrheit und weiche von allem Frevel, und soll ihn belehren in allen Ordnungen der Gemeinschaft. Danach, wenn er hereinkommt, um vor die Vielen zu treten, sollen sie alle befragt werden 16 über seine Angelegenheiten. Und wie das Los fällt nach dem Rat der Vielen, soll er sich nähern oder entfernen. Wenn er sich dem Rat der Gemeinschaft nähern darf, soll er nicht die Reinheit 17 der Vielen berühren, solange man ihn nicht geprüft hat hinsichtlich seines Geistes und seiner Werke, bis er ein ganzes Jahr vollendet hat. Desgleichen darf er nicht teilhaben am Besitz der Vielen. 18 Und wenn er ein ganzes Jahr inmitten der Gemeinschaft vollendet hat, dann sollen die Vielen über seine Angelegenheiten entsprechend seinem Verständnis und seinen Werken im Gesetz befragt werden. Und wenn ihm dann das Los fällt, 19 daß er sich dem Rat der Gemeinschaft nähern darf nach Weisung der Priester und der Menge der Männer ihres Bundes, dann soll man auch seinen Besitz und seine Einkünfte übergeben in die Hand des Mannes, 20 der die Aufsicht führt über die Einkünfte der Vielen, und es durch ihn auf Rechnung anschreiben, aber er darf es nicht für die Vielen ausgeben. Er darf nicht das Getränk der Vielen berühren, bis 21 er ein zweites Jahr inmitten der Männer der Gemeinschaft vollendet hat. Wenn er aber das zweite Jahr vollendet hat, dann soll man ihn auf Geheiß der Vielen prüfen. Und wenn ihm 22 das Los fällt, ihn in die Gemeinschaft einzuführen, dann soll man ihn in die Ordnung seiner Rangstufe einschreiben unter seinen Brüdern, für Gesetz und Recht und Reinheit und Beteiligung seines Besitzes. Und sein Rat 23 und sein Urteil sollen der Gemeinschaft gehören.
24 Das sind die Ordnungen, nach denen sie in gemeinsamer Untersuchung entsprechend den Fällen richten sollen. Wenn unter ihnen ein Mann gefunden wird, der falsche Angaben macht 25 bezüglich des Besitzes wider sein Wissen, so soll man ihn ausschließen aus der Reinheit der Vielen auf ein Jahr, und er soll bestraft werden mit (Entzug von) einem Viertel seiner Essensration. Und wer 26 seinem Nächsten in Halsstarrigkeit antwortet (oder) im Jähzorn spricht, so daß er die Grundlage seiner Gemeinschaft zer[bri]cht, indem er der Weisung seines Nächsten widerstrebt, der vor ihm eingeschrieben ist, 27 der hat sich mit eigener Hand [ge]holfen. Er soll für ein Jahr [mit Ausschluß] bestraft werden. [W]er etwas erwähnt im Namen dessen, der hochgeehrt ist, gegen jemanden, [...]

VII

1 Und wenn er einen Fluch ausgesprochen hat, etwa weil er durch eine Notlage verängstigt war, oder welchen Anlaß er auch haben mag, - und er liest im Buch oder spricht den Segensspruch, so soll man ihn ausschließen, 2 und er soll nicht wieder in den Rat der Gemeinschaft zurückkehren. Und wenn einer gegen einen von den Priestern, die aufgeschrieben sind im Buch, im Zorn geredet hat, so soll er mit einem Jahr bestraft werden 3 und für sich ausgeschlossen sein von der Reinheit der Vielen. Und wenn er aus Versehen geredet hat, so soll er mit sechs Monaten bestraft werden. Und wer wissentlich lügt, 4 der soll mit sechs Monaten bestraft werden. Und der Mann, der seinen Nächsten ohne Grund wissentlich schmäht, soll mit einem Jahr bestraft werden 5 und ausgeschlossen werden. Und wer mit seinem Nächsten betrügerisch (?) redet oder wissentlich Betrug begeht, der soll mit sechs Monaten bestraft werden. Und wenn er 6 an seinem Nächsten fahrlässig handelt, soll er mit drei Monaten bestraft werden. Und wenn er am Besitz der Gemeinschaft fahrlässig4 handelt, so daß er einen Verlust verursacht, so soll er ihn 7 persönlich ersetzen. 8 Und wenn er sich aber nicht anschickt, ihn zu ersetzen, so soll er mit sechzig Tagen bestraft werden. Und wer seinem Nächsten grollt ohne Grund, der soll mit sechs Monaten bestraft werden5; 9 ebenso wer sich selbst für irgendetwas rächt. Und wer mit seinem Mund ein törichtes Wort spricht, drei Monate. Und für denjenigen, der mitten in die Worte seines Nächsten hineinredet, 10 zehn Tage. Und wer sich hinlegt und schläft während der Sitzung der Vielen, dreißig Tage; ebenso für denjenigen, der sich während der Sitzung der Vielen entfernt, 11 und zwar ohne Genehmigung. Und wer einschlummert bis zu dreimal während einer Sitzung, der soll mit zehn Tagen bestraft werden. Und wenn sie stehen (?) 12 und er sich doch entfernt, so soll er mit dreißig Tagen bestraft werden. Und wer vor seinem Nächsten nackt geht, ist aber nicht gezwungen dazu, soll mit sechs Monaten bestraft werden. 13 Und ein Mann, der mitten in die Sitzung der Vielen hineinspuckt, soll mit dreißig Tagen bestraft werden. Und wer seine Hand aus seinem Gewand hervorstreckt und es 14 flattert, so daß seine Blöße sichtbar wird, der soll mit dreißig Tagen bestraft werden. Und wer töricht mit lauter Stimme lacht, der soll bestraft werden mit dreißig 15 Tagen. Und wer seine linke Hand herausstreckt, um damit zu fuchteln, der soll mit zehn Tagen bestraft werden. Und wer seinen Nächsten verleumderisch hintergeht, 16 den soll man auf ein Jahr ausschließen von der Reinheit der Vielen, und er soll bestraft werden. Und wer die Vielen verleumderisch hintergeht, den soll man von ihnen fortschicken, 17 und nicht darf er zurückkehren. Und wer gegen die Grundlage der Gemeinschaft murrt, den soll man fortschicken, und nicht darf er zurückkehren. Und wenn er gegen seinen Nächsten murrt 18 ohne Grund, so soll er mit sechs Monaten bestraft werden. Der Mann, dessen Geist gegenüber der Grundlage der Gemeinschaft schwankt, so daß er abtrünnig wird von der Wahrheit 19 und in der Verstocktheit seines Herzens wandelt, der soll, wenn er umkehrt, mit zwei Jahren bestraft werden. Im ersten Jahr darf er die Reinheit der Vielen nicht berühren, 20 und im zweiten darf er nicht den Trank der Vielen berühren und muß hinter allen Männern der Gemeinschaft sitzen. Und wenn vollendet sind 21 seine zwei Jahre, dann sollen die Vielen über seine Angelegenheiten befragt werden. Und wenn sie ihn zulassen, dann soll er in seiner Rangstufe eingeschrieben werden, und danach soll er (wieder) über das Recht befragt werden. 22 Und jeder Mann, der sich im Rat der Gemeinschaft volle zehn Jahre befindet, 23 aber sein Geist wendet sich ab, so daß er abtrünnig wird von der Gemeinschaft und er weggeht von 24 den Vielen, um in der Verstocktheit seines Herzens zu wandeln, der soll nicht mehr in den Rat der Gemeinschaft zurückkehren. Und wenn ein Mann aus den Männern der Gemein[schaft] mit ihm [Gemein]schaft gehabt hat 25 in seiner Reinheit oder seinem Besitz, de[n er gegeben hat unter den Besitz6 ] der Vielen, so soll derselbe Urteilspruch über ihn ergehen, [ihn fort]zuschicken.

VIII

1 Im Rat der Gemeinschaft sollen zwölf Männer sein und drei Priester, vollkommen in allem, was offenbart ist aus dem ganzen 2 Gesetz, um Treue zu üben, Gerechtigkeit, Recht, barmherzige Liebe und demütigen Wandel, ein jeder mit seinem Nächsten, 3 Treue zu bewahren im Lande mit festem Sinn und zerbrochenem Geist, Schuld zu sühnen, indem sie Recht tun 4 und Drangsal der Läuterung (ertragen), um mit allen im Maß der Wahrheit und in der Ordnung der Zeit zu wandeln. Wenn dies in Israel geschieht, 5 dann ist der Rat der Gemeinschaft fest gegründet in der Wahrheit für die ewige Pflanzung, ein heiliges Haus für Israel und eine Gründung des Allerheiligsten 6 für Aaron, Zeugen der Wahrheit für das Gericht und Auserwählte des (göttlichen) Wohlgefallens, um für das Land zu sühnen und 7 den Gottlosen ihre Taten zu vergelten. Dies ist die erprobte Mauer, der köstliche Eckstein, nicht 8 werden seine Fundamente wanken noch von ihrem Platz weichen -, eine Stätte des Allerheiligsten 9 für Aaron mit ewiger Erkenntnis für den Bund der Gerechtigkeit, und um darzubringen einen angenehmen Opfergeruch, und ein Haus der Vollkommenheit und Wahrheit in Israel, 10 um den Bund nach den ewigen Gesetzen aufzurichten. 7 Und sie sollen wohlgefällig sein, zu sühnen für das Land und das Urteil über die Gottlosigkeit zu fällen, so daß kein Frevel mehr sein wird. Wenn man diese (Männer) auf der Grundlage der Gemeinschaft zwei Jahre lang in vollkommenem Wandel gefestigt hat, 11 sollen sie abgesondert werden in Heiligkeit, inmitten des Rates der Männer der Gemeinschaft. Und keine Angelegenheit, die verborgen war vor Israel, aber gefunden worden ist von dem Mann, 12 der forscht, soll er vor diesen verbergen aus Furcht vor einem abtrünnigen Geist. Wenn dies für die Gemeinschaft in Israel geschieht,7 13 so sollen sie entsprechend diesen Festsetzungen ausgesondert werden aus der Mitte des Wohnsitzes der Männer des Frevels, um in die Wüste zu gehen, dort den Weg des "Er" zu bereiten, 14 wie geschrieben steht: In der Wüste bereitet den Weg JHVHs, macht eben in der Steppe eine Bahn unserem Gott (Jes. 40, 3). 15 Das ist das Studium des Gesetzes, [welches8 ] er durch Mose befohlen hat, zu tun gemäß allem, was geoffenbart ist von Zeit zu Zeit, 16 und wie die Propheten offenbart haben durch seinen heiligen Geist. Und jeder Mann von den Männern der Gemeinschaft9, vom Bund 17 der Gemeinschaft, der absichtlich in einem Wort vom ganzen Gebot abweicht, darf nicht die Reinheit der Männer der Heiligkeit berühren, 18 und nicht darf er Kenntnis haben von all ihrem Rat, bis seine Werke gereinigt sind von allem Frevel, so daß er in der Vollkommenheit des Weges wandelt. Dann soll man ihn aufnehmen 19 in den Rat auf Geheiß der Vielen, und danach soll er in seine Rangstufe eingeschrieben werden. Nach dieser Vorschrift (soll verfahren werden) mit jedem, der sich der Gemeinschaft anschließt. 20 Und das sind die Ordnungen, nach denen die Männer vollkommener Heiligkeit wandeln sollen, ein jeder mit seinem Nächsten, 21 jeder, der in den Rat der Heiligkeit eintritt, derer, die in der Vollkommenheit des Weges wandeln, wie er befohlen hat. jeden Mann unter ihnen, 22 der ein Wort aus dem Gesetz Moses absichtlich oder aus Nachlässigkeit übertritt, soll man aus dem Rat der Gemeinschaft fortschicken, 23 und er darf nicht wieder zurückkehren. Und kein Mann unter den Männern der Heiligkeit darf an seinem Besitz oder seinem Rat teilhaben in irgendeiner 24 Angelegenheit. Und wenn er aus Versehen gehandelt hat, soll er von der Reinheit und dem Rat abgesondert werden, und sie sollen die Anordnung auslegen (dahin), 25 daß er keinen richten und nicht um Rat gefragt werden darf zwei Jahre lang. 10 Wenn aber sein Wandel vollkommen ist 26 in der Sitzung10, im Studium und im Rat [nach Meinung der Viele]n, (d.h.) wenn er nicht wieder sich irrtümlich vergeht innerhalb von zwei vollen 27 Jahren;

IX

1 denn für ein versehentliches Vergehen soll jemand mit zwei Jahren bestraft werden; wer aber absichtlich handelt, darf nicht wieder zurückkehren; nur wer versehentlich sich vergeht, 2 soll geprüft werden zwei Jahre lang auf die Vollkommenheit seines Weges und seines Rates auf Geheiß der Vielen; danach soll er eingeschrieben werden11 in seiner Rangstufe in der heiligen Gemeinschaft. 3 Wenn dies in Israel geschieht entsprechend all diesen Anordnungen zu einer Grundlage des heiligen Geistes, zu ewiger Wahrheit, 4 um zu entsühnen die Schuld der Übertretung und die Tat der Sünde, zum (göttlichen) Wohlgefallen am Lande mehr als Fleisch von Brandopfern und Fett von Schlachtopfern: das Hebopfer 5 der Lippen nach der Vorschrift ist wie Opferduft der Gerechtigkeit und vollkommener Wandel wie ein wohlgefälliges freiwilliges Opfers. In jener Zeit sollen die Männer 6 der Gemeinschaft ein heiliges Haus für Aaron absondern, um vereint zu sein als Allerheiligstes, und ein Haus der Gemeinschaft für Israel, die in Vollkommenheit wandeln. 7 Nur die Söhne Aarons sollen in Bezug auf Rechtsprechung und Besitz herrschen, nach ihrer Weisung soll das Los fallen für jede Anordnung der Männer der Gemeinschaft 8 und den Besitz der Männer der Heiligkeit, die in Vollkommenheit wandeln. Ihr Besitz soll nicht vereint werden mit dem Besitz der Männer des Trugs, die 9 ihren Wandel nicht geläutert haben, um sich zu scheiden vom Frevel und auf dem Wege der Vollkommenheit zu wandeln. Und von keinem Rat des Gesetzes sollen sie abweichen, um 10 in aller Verstocktheit ihres Herzens zu wandeln, sondern sie sollen nach den früheren Bestimmungen gerichtet werden, durch welche im Anfang die Männer der Gemeinschaft in Zucht gehalten worden sind, 11 bis daß der Prophet und die Gesalbten Aarons und Israels kommen.
12 Dies sind die Gebote für den Unterweiser, damit er in ihnen wandle mit allem Lebendigen gemäß der Ordnung der jeweiligen Zeit und dem Gewicht jedes einzelnen Mannes; 13 den Willen Gottes zu tun entsprechend allem, was offenbart ist für die jeweilige Zeit, und alle Einsicht zu lernen, die gefunden worden ist entsprechend den Zeiten, und 14 das Gebot der Zeit; abzusondern und zu wägen die Söhne der Gerechtigkeit12 nach ihren Geistern und an den Auserwählten der Zeit festzuhalten gemäß 15 seinem Willen, wie er befohlen hat; einen jeden entsprechend seinem Geist zu beurteilen und einen Mann entsprechend der Reinheit seiner Hände einzuführen und entsprechend seinem Wissen 16 ihn aufzunehmen, und entsprechend sein Lieben und sein Hassen. Und: nicht zurechtzuweisen oder Auseinandersetzungen zu haben mit den Männern der Grube 17 und den Rat des Gesetzes zu verbergen inmitten der Männer des Frevels und mit Wissen, Wahrheit und gerechtem Urteil diejenigen zurechtzuweisen, die den Weg wählen, 18 jeden nach seinem Geiste, nach der Ordnung der Zeit, um sie mit Erkenntnis zu leiten und sie so Einsicht zu lehren in die Geheimnisse des Wunders und der Wahrheit inmitten 19 der Männer der Gemeinschaft, daß sie vollkommen wandeln, jeder mit seinem Nächsten in allem, was ihnen offenbart ist, - das ist die Zeit, den Weg zu bereiten 20 für die Wüste -, und sie über alles zu belehren, was es gibt, was zu dieser Zeit getan werden muß, und sich abzusondern von allen Menschen und nicht seinen Weg zu ändern 21 infolge irgendeines Frevels. Dies sind die Bestimmungen des Weges für den Unterweiser in diesen Zeiten, für sein Lieben wie für sein Hassen: ewigen Haß 22 gegen die Männer der Grube im Geist des Verbergens, ihnen Besitz und Arbeit der Hände zu lassen, wie ein Sklave (tut) gegenüber dem, der über ihn herrscht, und Demut gegenüber 23 dem, der Herr über ihn ist. Und jeder soll eifern für das Gebot und seine Zeit zum Tag der Rache, den Willen (Gottes) zu tun in allem, woran er Hand anlegt, 24 und in seiner ganzen Herrschaft, wie er befohlen hat. In allem, was durch ihn getan wird, finde er willig Gefallen, aber außer Gottes Willen soll ihm nichts gefallen. 25 [Und an al]Ien Worten seines Mundes soll er Gefallen haben und nichts begehren, was er nicht befoh[Ien hat, sondern auf] Gottes [Ge]richt allezeit schauen, 26 [...] er soll seinen Schöpfer preisen, und in jeder Lage soll er er[zählen... Opfer] der Lippen soll er ihn preisen

X

1 während der Zeiten, die Gott festgesetzt hat: zu Beginn der Herrschaft des Lichtes bei seiner Wende, und wenn es wieder fortgenommen wird an den ihm bestimmten Ort; zu Beginn 2 der Wachen der Finsternis, wenn er ihren Verwahrungsort öffnet und sie über die Er[de] legt, und bei ihrer Wende, wenn sie fortgenommen werden um des Lichtes willen; wenn erglänzen 3 Leuchten von der heiligen Wohnung her, wenn sie wieder fortgenommen werden zum Ort der Majestät; beim Eintritt der Festzeiten nach den Tagen des Monats zusammen mit ihrer Wende bei 4 ihrer Aufeinanderfolge; wenn sie sich erneuern, (sind) sie groß13 für das Allerheiligste und das Zeichen für die Eröffnung seiner ewigen Gnaden; zu Beginn 5 der Festzeiten zu jedweder Zeit, zu Beginn der Monate mit ihren festgesetzten Zeiten und der heiligen Tage in ihrer Ordnung; zum Gedächtnis in ihren festgesetzten Zeiten, 6 ein Hebopfer der Lippen, will ich ihn preisen nach dem Gebot, das für immer eingegraben ist; zu Beginn der Jahre und der Wende ihrer festgesetzten Zeiten, da sich das Gesetz 7 ihrer Ordnung erfüllt, Tag für Tag seine Bestimmung: die Erntezeit zum Sommer (hin), die Saatzeit zur Zeit des Grünens (hin), die festgesetzten Zeiten der Jahre zu ihren (Jahres-)Wochen, 8 und am Beginn ihrer (Jahres-)Wochen zur festgesetzten Zeit der Freilassung. Solange ich bin, ist ein Gesetz eingegraben auf meiner Zunge zur Frucht des Lobpreises und als ein Teil meiner Lippen. 9 Ich will singen in Erkenntnis, und all mein Saitenspiel dient der Ehre Gottes. Und die Saiten meiner Harfe gelten seiner festen heiligen Ordnung, und die Flöte meiner Lippen will ich anlegen nach der Richtschnur seiner Satzung. 10 Wenn der Tag weicht und die Nacht, will ich eingehen in Gottes Bund, und wenn der Abend anbricht und der Morgen, will ich seine Gebote sprechen. Und durch ihr Dasein will ich 11 meine Grenze bestimmen, um nicht wieder abzufallen. Und sein Gericht will ich gerecht heißen entsprechend meiner Verkehrtheit, und meine Sünde sei mir vor Augen wie ein eingegrabenes Gesetz. Aber zu Gott will ich sprechen: Meine Gerechtigkeit, 12 und zum Höchsten: Gründer meines Gutes, Quelle des Wissens und Quelle der Heiligkeit, Höhe der Majestät und Allmacht zu ewiger Verherrlichung. Ich will wählen, was 13 er mich lehrt, und gern annehmen, wie er mich richtet. Wenn meine Hände und meine Füße beginnen sich zu regen, will ich seinen Namen preisen; zu Beginn von Ausgang und Eingang, 14 wenn ich mich setze oder aufstehe, und wenn ich auf dem Lager liege, will ich ihm jauchzen und ihn preisen als Hebopfer, das von meinen Lippen kommt, aus der Reihe der Männer. 15 Und bevor ich meine Hand erhebe, mich zu sättigen vom reichen Ertrag der Welt, zu Beginn von Furcht und Grauen und am Ort der Trübsal und Öde 16 will ich ihn preisen, weil er überaus wunderbar handelt, und seine Macht will ich bedenken und mich stützen auf seine Gnadenerweise den ganzen Tag. Und ich weiß, daß in seiner Hand 17 das Gericht über alles Lebendige liegt und Wahrheit alle seine Werke sind. Und wenn sich Not auftut, will ich ihn rühmen, und über seine Hilfe will ich gleichfalls jubeln. Nicht will ich jemandem seine böse Tat vergelten, 18 mit Gutem will ich jeden verfolgen. Denn bei Gott ist das Gericht über alles Lebendige, und er vergilt dem Mann seine Tat. Ich will nicht eifern im Geist 19 der Gottlosigkeit, und nach gewaltsam angeeignetem Besitz soll meine Seele nicht trachten. Und Streit mit den Männern der Grube will ich nicht aufnehmen bis zum Tag der Rache. Aber meinen Zorn 20 will ich nicht wenden von den Männern des Frevels, und nicht will ich mich zufrieden geben, bis er das Gericht festgesetzt hat. Nicht will ich Groll bewahren gegenüber denen, die sich von der Sünde abgewandt haben, aber nicht will ich mich erbarmen 21 über alle, die den Weg verlassen, nicht will ich trösten die Geschlagenen, bis ihr Wandel vollkommen ist. Böses will ich nicht in meinem Herzen bewahren, und nicht werde in meinem Munde 22 Torheit vernommen. Und sündiger Trug, Täuschungen und Lügen sollen nicht auf meinen Lippen gefunden werden, sondern heilige Frucht sei auf meiner Zunge, und Abscheuliches 23 soll man nicht auf ihr finden. Mit Lobgesängen will ich meinen Mund auftun, und die gerechten Taten Gottes soll meine Zunge ständig erzählen und den Abfall der Menschen bis zum Ende 24 ihrer Sünde. Leere Worte will ich tilgen von meinen Lippen, Schmutz und Verkehrtheit aus dem Wissen meines Herzens. Im Rat der Einsicht will ich Erkenntnis verkünden, 25 und mit weiser Klugheit will ich [sie] verwahren, ein fester Bereich, um Treue zu wahren und starkes Recht gemäß Gottes Gerechtigkeit. [...] 26 das Gebot durch das Richtmaß der Zeiten [...] Gerechtigkeit, barmherzige Liebe gegenüber den Demütigen und starke Hände gegenüber den Verzag[ten, um zu lehren]

XI

1 die Wankelmütigen Einsicht und die Murrenden in der Lehre zu unterweisen, in Demut zu antworten den Hochmütigen und mit zerknirschtem Geiste den 2 Bedrückern, die mit dem Finger deuten und Lüge reden und Besitz erwerben. Was mich betrifft, so steht meine Gerechtigkeit bei Gott, und in seiner Hand liegt die Vollkommenheit meines Wandels mitsamt der Geradheit meines Herzens, 3 und durch seine Gerechtigkeit wird meine Sünde getilgt. Denn aus der Quelle seiner Erkenntnis hat er sein Licht eröffnet, so daß mein Auge seine Wunder erblickte und das Licht meines Herzens das Geheim[nis] 4 des Gewordenen. Und ewiges Sein ist die Stütze meiner Rechten, auf einem starken Felsen geht der Weg meiner Schritte, der durch nichts wanken wird. Denn Gottes Wahrheit, sie ist 5 der Fels meiner Schritte, und seine Macht ist die Stütze meiner Rechten. Aus dem Quell seiner Gerechtigkeit kommt mein Recht, Licht ist in meinem Herzen aus seinen wunderbaren Geheimnissen. Auf das, was ewig ist, 6 hat mein Auge geblickt, tiefe Einsicht, die Menschen verborgen ist, Wissen und kluge Gedanken (, verborgen) vor den Menschen, eine Quelle der Gerechtigkeit und Hort 7 der Kraft mit der Quelle der Herrlichkeit (, verborgen) vor der Versammlung des Fleisches. Welche Gott erwählt hat, denen hat er sie zu ewigem Besitz gegeben, und Anteil hat er ihnen gegeben am Los 8 der Heiligen, und mit den Söhnen des Himmels hat er ihre Versammlung verbunden zu einem Rat der Gemeinschaft und Kreis des heiligen Gebäudes, zu ewiger Pflanzung für alle 9 künftigen Zeiten. Doch ich gehöre zur ruchlosen Menschheit, zur Menge des frevelnden Fleisches. Meine Sünden, meine Übertretungen, meine Verfehlungen samt der Verderbtheit meines Herzens 10 gehören zur Menge des Gewürms und derer, die in Finsternis wandeln. Denn (k)ein Mensch (bestimmt) seinen Weg, kein Mensch lenkt seinen Schritt; sondern bei Gott ist die Gerechtigkeit, und aus seiner Hand 11 (kommt) vollkommener Wandel, und durch sein Wissen ist alles entstanden. Alles, was ist, lenkt er nach seinem Plan, und ohne ihn geschieht nichts. Ich aber, 12 wenn ich wanke, so sind Gottes Gnadenerweise meine Hilfe auf ewig. Und wenn ich strauchle durch die Bosheit des Fleisches, so besteht meine Gerechtigkeit durch die Gerechtigkeit Gottes in Ewigkeit. 13 Und wenn er meine Bedrängnis löst, so wird er meine Seele aus der Grube ziehen und meine Schritte auf den Weg lenken. Durch sein Erbarmen hat er mich nahe gebracht, und durch seine Gnadenerweise kommt 14 meine Gerechtigkeit. Durch die Gerechtigkeit seiner Wahrheit hat er mich gerichtet, und durch den Reichtum seiner Güte sühnt er alle meine Sünden, und durch seine Gerechtigkeit reinigt er mich von aller Unreinheit 15 des Menschen und von der Sünde der Menschenkinder, Gott zu loben für seine Gerechtigkeit und den Höchsten für seine Majestät. Gepriesen seist du, mein Gott, der du zur Erkenntnis auftust 16 das Herz deines Knechtes. Leite durch Gerechtigkeit all seine Werke und richte den Sohn deiner Wahrheit auf, wie du Wohlgefallen hast an den Auserwählten der Menschheit, daß sie stehen 17 vor dir auf ewig. Denn ohne dich wird kein Wandel vollkommen, und ohne dein Wohlgefallen geschieht nichts. Du hast 18 alle Erkenntnis gelehrt, und alles, was geschehen ist, geschah durch dein Wohlgefallen. Kein anderer ist da außer dir, um auf deinen Ratschluß zu antworten und zu verstehen 19 deinen ganzen heiligen Plan und in die Tiefe deiner Geheimnisse zu blicken und all deine Wunder zu begreifen samt der Macht 20 deiner Stärke. Wer kann deine Herrlichkeit erfassen? Und was, wahrlich, ist es, das Menschenkind, unter deinen wunderbaren Werken? 21 Und der vom Weib Geborene, was soll er vor dir erwidern? Er, seine Form ist aus Staub, und Speise des Gewürms ist seine Wohnung. Und er [.?.] 22 geformter Lehm, und nach dem Staub steht sein Begehren. Was soll der Lehm erwidern und das von der Hand Geformte, und deinen Ratschluß, wie soll er ihn verstehen?


Fußnoten

1 Ergänzung nach 4QSa
2 Ergänzung nach 4QSa und 4QSc
3 Ergänzung nach 4QSd
4 das Wort "fahrlässig" ist über die Zeile geschrieben
5 über die Zeile geschrieben: "mit einem Jahr"
6 Ergänzung nach 4QSe
7 Zeile 10 (ab "Und sie sollen wohlgefällig sein" bis einschließlich Zeile 12 (komplett) sind über der Zeile nachgetragen
8 Ergänzung nach 4QSd
9 "der Gemeinschaft" fehlt in 4QSd
10 4QSd liest anstatt "Wenn aber sein Wandel vollkommen ist in der Sitzung" lediglich "Und er soll sitzen"
11 korrigiert nach 4QSd. 1QS hält hier "er schreibt" - den Unterschied macht ein Buchstabe: 1QS "JKTJB", 4QSd "NKTB", "Jud" und "Nun" sehen sich im hebräischen sehr ähnlich, es kann sich hier also durchaus um einen Schreibfehler handeln.
12 so nach 4QSe - 1QS schreibt hier "Söhne Zadoqs"
13 statt "sie sind groß" (hem gadol) lesen 4QSb und 4QSd "den großen Tag" (Jom gadol)